Trumps Chefstratege sieht „keine militärische Lösung“ im Nordkorea-Konflikt

Im Weißen Haus herrscht Uneinigkeit in der Bewertung des Konfliktes mit Nordkorea. [Foto: Ed-Ni Photo/shutterstock]

Der Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hat dem Staatschef im Zusammenhang mit Nordkorea widersprochen. Es gebe „keine militärische Lösung“ des Atomkonflikts mit Pjöngjang.

Die Konfrontation mit Nordkorea sei „nur ein Nebenschauplatz“, sagte der Stratege dem linksgerichteten Online-Medium demnach. In Wahrheit drehe sich alles um den Handelskonflikt mit China. „Der Wirtschaftskrieg mit China ist alles. Und wir müssen uns wahnsinnig darauf konzentrieren“, zitierte „American Prospekt“ Bannon. Ansonsten würden die USA in spätestens zehn Jahren deutlich gegenüber Peking an Einfluss verlieren.

Abfällig äußerte sich Bannon in dem Interview auch über weiße Nationalisten, die er früher als Chef des rechtsgerichteten Internet-Portals Breitbart unterstützt hatte. Sie seien „Loser“ und eine „Ansammlung von Clowns“, betonte er.

Bannon gilt in Washington als angeschlagen, in US-Medien mehren sich Spekulationen über seinen Rauswurf. Zuletzt hatte Trump ihn zwar einen „guten Mann“ genannt. Seine Zukunft im Weißen Haus ließ er aber offen.

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