Trump will Unterstützung für Atomabkommen mit Iran zurückziehen

US-Präsident Donald Trump setzt gegenüber Pjöngjang auf Konfrontation. [Evan El-Amin/ Shutterstock]

US-Präsident Donald Trump will nach Angaben aus Regierungskreisen in Kürze formell seine Unterstützung für das Atomabkommen mit dem Iran zurückziehen.

Dies könne zu einer Erneuerung der Sanktionen gegen die islamische Republik führen, sagte am Donnerstag ein Insider, der namentlich nicht genannt werden wollte. Die “Washington Post” berichtete unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen, die sogenannte Dezertifizierung würde das Abkommen zwar nicht aufkündigen. Allerdings müsse der Kongress innerhalb von 60 Tagen über neue Sanktionen entscheiden. Am Ende des Prozesses könnte die Auflösung des Vertrags stehen, das auch die anderen Mitlieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland unterzeichnet haben.

Der Zeitung zufolge will Trump in einer Rede eine neue, umfassende Strategie für den Umgang mit dem Iran vorstellen. Als Datum sei der 12. Oktober im Gespräch. Trump werde den Kongress nicht dazu aufrufen, wieder Sanktionen zu verhängen. Zudem stehe er neuen Verhandlungen über das Abkommen offen. Alle Insider hätten betont, dass sich die Pläne noch ändern könnten, berichtete das Blatt. Trump muss bis zum 15. Oktober dem Kongress mitteilen, ob sich die Regierung in Teheran nach seiner Einschätzung an die Bedingungen des Abkommens gehalten hat. Trump hat es wiederholt und scharf kritisiert. Die Bundesregierung will dagegen an der Vereinbarung festhalten.

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