Trump will Todesstrafe für Attentäter

US-Präsident Donald Trump: Political Correctness ist nicht sein Ding. [EPA/Olivier Douliery / POOL]

US-Präsident Donald Trump hat via Twitter die Todesstrafe für den Attentäter von New York gefordert.

“Der NYC-Terrorist war fröhlich, als er darum bat, eine IS-Flagge in seinem Krankenhauszimmer aufzuhängen”, schrieb der Präsident. “Er hat acht Menschen getötet, zwölf schwer verletzt. Sollte die Todesstrafe bekommen!” Der festgenommene Usbeke gestand den Ermittlern zufolge die Tat. Der 29-Jährige habe auch zugegeben, für die Todesfahrt mit einem gemieteten Kleinlaster auf einem Radweg in Manhattan von Islamisten-Miliz IS inspiriert worden zu sein. Er habe ausgesagt, den Anschlag seit rund einem Jahr geplant zu haben und keine Reue gezeigt.

Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Unterstützung einer ausländischen Terrororganisation und Gewalt mit Todesfolge. Ihm droht die Todesstrafe. Die Bundespolizei FBI spürte zudem einen zweiten Usbeken auf, den sie zur Befragung gesucht hatte. Der 32-Jährige soll Ermittlerkreisen zufolge Kontakt zu dem mutmaßlichen Täter gehabt haben.

Der verletzte Angeklagte erschien im Rollstuhl zur Anhörung vor Gericht. Er hatte nach Polizeiangaben mit dem gemieteten Fahrzeug zahlreiche Fußgänger und Radfahrer umgefahren und war dann in einen Schulbus gerast. Er wurde anschließend von der Polizei mit einem Bauchschuss gestoppt.

Der mutmaßliche Täter sagte der zehnseitigen Anklageschrift zufolge umfassend aus und verzichtete auf einen Anwalt. Er habe vorgehabt, so viele Menschen wie möglich zu töten. Deswegen habe er auch den Anschlag an Halloween verübt, weil er an diesem Tag mit mehr Menschen auf den Straßen gerechnet habe.

Die Ermittler fanden nach eigenen Angaben auf dem Handy des Mannes Tausende Fotos und Videos mit IS-Propaganda. Auf einigen Videos sei zu sehen, wie IS-Gefangene enthauptet, von einem Panzer überfahren und in den Kopf geschossen worden seien. Ein Bekannter des Festgenommenen sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dieser sei Hals über Kopf religiös geworden und habe die religiösen Freiheiten in den USA genutzt, die es in seinem Heimatland nicht gegeben habe.

Die Tat kehrt zurück nach New York

16 Jahre nach 9/11 bleibt New York verwundbar durch neuen Terror. Und die Politik von Donald Trump macht die Abwehr schwieriger.

Der Angeklagte lebt seit 2010 in den USA und kam über die Green-Card-Verlosung ins Land. US-Präsident Donald Trump will nun die Verlosung von dauerhaften Aufenthaltsgenehmigungen beenden und durch ein leistungsbasiertes Einwanderungssystem ersetzen. Da sich der Täter von New York aber offenbar in den USA radikalisiert hat, ist fraglich, ob ein anderes Einwanderungssystem die Tat hätte verhindern können.