Trump verschiebt Treffen mit Putin wegen „Hexenjagd“ auf Russland

Donald Trump und Wladimir Putin möchten sich wieder aufeinander zubewegen. Trump spricht sich außerdem gegen den negativen Diskurs gegenüber Russland aus. [Foto: epa]

Die USA und Russland wollen sich wieder einander annähern. Ein erstes Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin hat stattgefunden, doch 2018 soll weiter Stagnation herrschen.

Bei ihrem ersten offiziellen Aufeinandertreffen in Helsinki gab es viele freundliche Worte und das Versprechen, sich bald wieder zu sehen. Doch das nächste Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin wird voraussichtlich nicht mehr dieses Jahr stattfinden, sondern erst zu einem Zeitpunkt nach Jahresbeginn 2019, wie der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, am Mittwoch in Washington mitteilte.

Die Verschiebung begründete der Sicherheitsberater nun mit dem Wunsch des US-Präsidenten, dass vor dem nächsten Treffen mit Putin die „Russland-Hexenjagd“ vorüber sein solle. Bolton bezog sich damit auf die Untersuchungen des US-Sonderermittlers Robert Mueller, die Trump regelmäßig als „Hexenjagd“ anprangert.

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In diesen Ermittlungen geht es um die mutmaßlichen verdeckten russischen Interventionen im US-Wahlkampf 2016 und mögliche diesbezügliche Absprachen zwischen Moskau und dem Trump-Team.

Trump und Putin hatten am Montag vergangener Woche in Helsinki ihren ersten bilateralen Gipfel abgehalten. Trumps Auftritt sorgte in Teilen der US-Öffentlichkeit für große Empörung, weil er es bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin vermieden hatte, die mutmaßlich von Russland ausgegangenen Cyberattacken auf die US-Demokraten im Wahlkampf zu verurteilen.

Stattdessen erweckte der US-Präsident den Eindruck, er gebe den Erkenntnissen der eigenen Geheimdienste zu den mutmaßlichen russischen Einmischungen keineswegs mehr Gewicht als Putins Beteuerung, Russland habe nichts mit den Hackerangriffen zu tun gehabt. Trump nannte Putins Dementi „extrem stark und kraftvoll“.

Der US-Präsident führte nach seiner Rückkehr zu seiner Verteidigung ins Feld, sich bei der Pressekonferenz lediglich versprochen zu haben. Außerdem sagte er in einem Fernsehinterview, dass er bei seinem Vier-Augen-Gespräch mit dem russischen Staatschef diesen „sehr deutlich“ habe wissen lassen, dass „wir keine Einmischung haben können“.

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