Trump und Putin wollen „Wiederbelebung der Beziehung“

Die Präsidenten Trumo und Putin bei ihrer letzten Begegnung, dem APEC Treffen in Vietnam im November 2017. [MIKHAIL KLIMENTYEV/SPUTNIK/KREML]

Schon nach dem Nato-Treffen am 11. und 12. Juli könnte es so weit sein: die Präsidenten von Russland und den USA wollen sich zum ersten Mal offiziell unter vier Augen treffen, um sich in Zeiten der Strafzölle und kalten diplomatischen Beziehungen wieder einander anzunähern.

Das Treffen wird zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin soll in einem „Drittstaat“ stattfinden. Ort und Zeit stünden bereits fest und sollten am Donnerstag bekannt gegeben werden, wie Kreml-Berater Juri Uschakow heute verkündet hat.

„Ihr Besuch in Moskau gibt uns Hoffnung, dass wir zumindest den ersten Schritt zur Wiederbelebung unserer Beziehungen machen können“, sagte Putin zu Bolton bei einem Auftritt vor TV-Kameras zum Auftakt ihres Gesprächs. Russland habe nie die Konfrontation mit den USA gesucht und er bedauere, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern derzeit „nicht in Top-Form“ seien.

Trump, der seit Anfang 2017 im Amt ist, und Putin waren bislang nur am Rande internationaler Treffen zusammengekommen, zuletzt im November in Vietnam. Bei einem Telefonat der beiden Regierungschefs im März war erstmals von einem Treffen unter vier Augen die Rede gewesen. Anfang Juni hatte der Kreml die Bereitschaft zu einem Gipfel bekräftigt und Wien als möglichen Ort ins Spiel gebracht. Trump nimmt Mitte Juli am Nato-Gipfel in Brüssel teil und reist dann weiter nach Großbritannien.

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Laut Uschakow wollen die beiden Staatschefs sich bei ihrem Gipfeltreffen vor allem auf die bilateralen Beziehungen, den Syrien-Konflikt und die Kontrolle von Atomwaffen konzentrieren. Im Ergebnis könnten sie eine gemeinsame Erklärung zum Verhältnis zwischen beiden Staaten sowie zur globalen Sicherheit verabschieden.

Zwischen den USA und Russland herrschen seit Monaten diplomatische Spannungen unter anderem wegen des Syrien-Krieges und der Ukraine-Krise. Ermittler in den USA verdächtigen Moskau zudem der Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Allerdings forderte Trump beim G7-Gipfel in Kanada, Russland wieder in die Gruppe der wichtigsten Wirtschaftsnationen des Westens aufzunehmen.

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