Trump, Merkel und der herbeigewünschte Konsens

Der nicht erwiderte Handschlag hat ein Nachspiel: Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem USA-Besuch im März. [Foto: Screenshot]

Besonders harmonisch hatte die Beziehung zwischen der Bundeskanzlerin und US-Präsident auf dem G7-Gipfel nicht gewirkt. Dennoch: Trump und Merkel  kämen „sehr gut miteinander aus“, heißt es nun aus dem Weißen Haus.

Nach der erneuten Kritik von US-Präsident Donald Trump an Deutschland bemüht sich sein Sprecher, die Wogen zu glätten.

Die USA sähen Deutschland als wichtigen Verbündeten an, sagte Trumps Sprecher Sean Spicer am Dienstag. „Sie kommen sehr gut miteinander aus“, ergänzte er mit Blick auf Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Er hat großen Respekt vor ihr.“

Die „schlechten Deutschen“: Wahlkampfhelfer Trump

Seit Trumps Auftritt bei dem G7-Gipfel hagelt es Kritik von allen Seiten.

Zuvor hatte Trump per Twitter erneut Deutschland wegen seines Handelsüberschusses angegriffen und der Bundesregierung zu geringe Ausgaben für die Nato vorgeworfen. „Sehr schlecht für die USA. Das wird sich ändern“, schrieb Trump am Dienstag. Merkel betonte hingegen die „überragende“ Bedeutung der transatlantischen Beziehungen.

Merkel hatte nach dem G7-Gipfel und dem ausbleibenden Bekenntnis Trumps zum Pariser Klimaabkommen kritisiert, dass sich die Europäer nicht mehr völlig auf ihre Partner verlassen könnten. Trump selbst hat Deutschland wegen des Exportüberschusses bereits mehrfach heftig kritisiert.

Gipfel der G20-Thinktanks: "Angela Merkel hat Recht"

Auf der Experten-Konferenz der G20-Länder zeigt sich, wie tief der Graben zwischen Europa und den USA mittlerweile ist – und wie stark der Wunsch nach internationaler Zusammenarbeit geblieben.

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