Studie deutet auf Wirkungslosigkeit von Malaria-Mittel bei Corona-Patienten hin

Medikamente in einem Spital im Vereinigten Königreich. [EPA-EFE | Robert Perry]

Erste Forschungsergebnisse in den USA deuten darauf hin, dass das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin nicht bei der Bekämpfung des Coronavirus hilft.

Die am Dienstag veröffentlichte Studie ergab sogar, dass die Sterberate bei mit dem Mittel behandelten Patienten deutlich höher war als bei einer Behandlung ohne dieses Medikament.

Laut der Untersuchung starben 28 Prozent der Patienten mit Coronavirus-Infektion, denen Hydroxychloroquin verabreicht worden war. Bei Patienten, die ohne das Malaria-Mittel therapiert wurden, lag die Sterberate hingegen nur bei elf Prozent. Die Studie ergab auch, dass Patienten mit Hydroxychloroquin-Behandlung nicht weniger oft an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden mussten als andere Patienten.

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Die Forscher hatten die Krankenakten von 368 Patienten in US-Hospitälern für Militärveteranen ausgewertet. Finanziert wurde ihre Untersuchung von der US-Regierung. Präsident Donald Trump hat das mit Hydroxychloroquin verwandte Präparat Chloroquin in den vergangenen Wochen wiederholt als mögliches Heilmittel gegen die von dem neuartigen Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit COVID-19 angepriesen. Er bezeichnete Chloroquin sogar als „Geschenk Gottes“.

Sowohl Chloroquin als auch Hydroxychloroquin können können jedoch schwere Nebenwirkungen auslösen – vor allem in hoher Dosierung oder in Kombination mit anderen Medikamenten.

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