Spanien und Marokko vereinbaren Wiederöffnung von Grenzabschnitten

Am Mittwoch (11. Mai) gab Außenminister José Manuel Albares die offizielle Ankündigung gegenüber Reportern in Marrakesch nach einem Treffen mit seinem marokkanischen Amtskollegen Naser Burita bekannt. [Shutterstock/Aritra Deb]

Die Landgrenzen zwischen Marokko und den autonomen spanischen Städten Ceuta und Melilla sollen am Dienstag wieder geöffnet werden, zwei Jahre nachdem sie wegen der Pandemie und einer diplomatischen Krise geschlossen wurden, bestätigte der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Donnerstag.

Die offizielle Wiedereröffnung werde am Dienstag (17. Mai) um Mitternacht stattfinden, sagte Grande Marlaska, wie EURACTIVs Partner EFE berichtete.

Am Mittwoch gab Außenminister José Manuel Albares die offizielle Ankündigung gegenüber Reporter:innen in Marrakesch nach einem Treffen mit seinem marokkanischen Amtskollegen Naser Bourita bekannt.

Es war das erste Treffen zwischen den beiden Außenministern seit dem Ausbruch einer Krise, nachdem die spanische Regierung dem Vorsitzenden der Polisario-Front, einer Bewegung, die sich für die Unabhängigkeit der Westsahara einsetzt, im vergangenen Jahr erlaubt hatte, zur medizinischen Behandlung nach Spanien zu reisen.

Albares, der damals nicht im Amt war, erklärte, man habe sich auf die „politische Entscheidung“ geeinigt, die Grenzen zwischen Marokko und den nordafrikanischen Gebieten Spaniens wieder zu öffnen.

Die Wiedereröffnung der Grenzen werde „geordnet und schrittweise“ erfolgen.

Spaniens nordafrikanische Gebiete waren im vergangenen Jahr Schauplatz einer Krise, als Tausende von Migrant:innen die Grenze nach Ceuta überschritten, kurz nachdem Madrid beschlossen hatte, dem Polisario-Chef medizinische Versorgung zu gewähren.

Der spanische Premierminister Pedro Sánchez warf Rabat damals Respektlosigkeit vor, nachdem berichtet worden war, dass die marokkanischen Behörden den Zustrom von Migranten erleichtert hätten.

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