Sicherheit der Sahelzone: Macron tagt mit Afrikanischer Union

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch der französischen Truppen in der Sahel-Region Gao, Nord-Mali, am 19. Mai 2017. [Christophe Petit Tesson/EPA]

Seit Jahren verbreiten bewaffnete Terrorgruppen in den Ländern an der Sahelzonen Gewalt und Angst. Auf einer Tagung der Afrikanischen Union besprach Emmanuel Macron gestern Maßnahmen zur Sicherung der Region.

Überschattet von mehreren Anschlägen in den Sahel-Staaten ist am Montag der Gipfel der Afrikanischen Union (AU) in Mauretanien zu Ende gegangen. An den Beratungen der afrikanischen Staats- und Regierungschefs nahm am zweiten Gipfeltag auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teil. Dabei ging es vor allem um die Herausforderungen bei der Finanzierung sowie bei der Sicherheit, vor denen die sogenannte G5-Sahel-Truppe steht.

Der französische Staatschef kam am Montag am Rande des AU-Gipfels mit den Vertretern der G5-Sahel-Staaten Mali, Burkina Faso, Mauretanien, Niger und Tschad zusammen. Im Anschluss bekräftigte er die Entschlossenheit Frankreichs und der G5-Sahel-Mitglieder, den Extremismus in der Region zu bekämpfen.

Bei einem Gipfeltreffen im Febuar hatte die EU Kommission für die Unterstützung der Streitkräfte der Länder der Sahelzone Mittel in Höhe von 414 Millionen Euro zugesagt. „Europa hat verstanden, dass die terroristische Bedrohung nicht mit der Region an sich zusammenhängt,“ erklärte Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außenpolitik. Sie hält es für „unvernünftig, Partnern, die eine weitaus bessere Vorstellung davon haben, was sie tun sollen, europäische Handlungsweisen aufzuzwingen.“

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Frankreich, die ehemalige Kolonialmacht in der Sahelzone, hat in der Region im Zuge der „Operation Barkhane“ etwa 4000 Soldaten stationiert. Es unterstützt außerdem die G5-Sahel-Truppe – die gemeinsame Militäreinheit der Sahel-Staaten im Kampf gegen bewaffnete Dschihadisten. Dazu kommt der UN-Einsatz Minusma in Mali mit rund 12.000 Soldaten. An dem 2013 gestarteten Einsatz ist auch die Bundeswehr beteiligt.

Seit Freitag wurden bei fünf Anschlägen in Mali und dem benachbarten Niger 25 Menschen getötet. Die AU-Staats- und Regierungschefs zeigten sich bei ihrem Gipfel entschlossen, den Extremismus bekämpfen zu wollen.

Malis Präsident Ibrahim Boubacar Keita verband die Instabilität der Region in einem Interview am Montag offenbar mit der Flüchtlingskrise in Europa: „Wenn die Sahelzone an terroristische Bedrohungen fällt, werden die Küsten des Mittelmeers überrannt“, warnte er im französischen Sender France 24.

Bei dem AU-Gipfel wurde überdies die Schaffung einer Institution zur besseren Koordinierung der Flüchtlingspolitik zwischen afrikanischen Staaten und Europa beschlossen. Diese soll in Marokkos Hauptstadt Rabat eingerichtet werden.

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