Serbiens Präsident will neues Gasabkommen mit Putin besprechen

Der serbische Präsident muss demnächst mit dem Kreml einen neuen Gasvertrag verhandeln. [EPA-EFE/ALEXEI NIKOLSKY/SPUTNIK /KREMLIN POOL]

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić soll am Mittwoch oder Donnerstag ein Telefongespräch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin führen, um über die Gasversorgung zu sprechen.

Der Zehnjahresvertrag zwischen den beiden Ländern läuft am 31. Mai aus, so die serbische Nachrichtenseite Novosti. Man würde über Menge, Preis und Zuverlässigkeit der Erdgasversorgung sprechen.

Der Kreml hat bisher drei europäischen Ländern den Gashahn abgestellt. Serbien bleibt jedoch einer der engsten Verbündeten Russlands in Europa. Bisher hat sich Vučić, dessen Land ein Beitrittskandidat für die EU ist, den Sanktionen gegen den Aggressorstaat nicht angeschlossen.

Im Rahmen des aktuellen Abkommens mit Russland zahlt Serbien 270 Dollar pro 1.000 Kubikmeter Erdgas. Das Land deckt seinen Erdgasbedarf fast ausschließlich mit russischem Erdgas.

Um nicht vollkommen vom Kreml abhängig zu sein, will Serbien auch Gas in Ungarn einspeichern. Bis zu einer halben Milliarde Kubikmeter an Speicherkapazität hat Ungarns Premierminister Viktor Orbán Serbien zugesagt.

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