Serbiens Präsident: „Werde Kosovo-Unabhängigkeit nicht anerkennen“

Wittert einmal mehr eine Verschwörung des Westens: Präsident Aleksandar Vučić, hier bei einem Besuch in Tschechien Mitte Mai. [EPA-EFE/MARTIN DIVISEK]

Serbiens Präsident Aleksandar Vučić hat am Wochenende betont, er werde niemals eine Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo unterschreiben – egal wie viel Druck auf ihn ausgeübt werde, wenn der Kosovo-Dialog Mitte Juli wieder aufgenommen wird.

Während einer Sitzung der Lenkungskommission seiner Fortschrittspartei verwies Vučić auf die Unabhängigkeit und Souveränität Serbiens: „Man kann keine Entscheidungen im Namen Serbiens treffen. [Solche Entscheidungen] werden nicht von irgendeinem Ausländer oder Botschafter getroffen.“

Der Präsident kritisierte weiter, die kosovarische Führung würde sich nicht an die Verpflichtungen halten, die sie im Rahmen des Belgrad-Pristina-Dialogs eingegangen ist. Den Westen scheine dies allerdings nicht zu stören.

Darüber hinaus behauptete Vučić, inzwischen seien Strategien ausgearbeitet worden, um diejenigen Länder unter Druck zu setzen, die das Kosovo nicht als unabhängig anerkannt haben.

Diese Theorie nutzte er auch zur Kritik an der Opposition: Der Westen habe derartige Strategien „mit der Unterstützung einiger unserer Leute“ ausgearbeitet, die „davon ausgingen, dass sie Medaillen aus dem Ausland bekommen und an die Macht kommen würden“, so Vučić.

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