Serbien will in Russland, Belarus und Ukraine tätige Unternehmen entschädigen

Die serbische Wirtschaft sei trotz der Herausforderungen, die die anhaltende Corona-Pandemie und der Konflikt in der Ukraine mit sich brachten, stetig gewachsen, sagte der Minister. Diese hätten zu Inflation, Lieferengpässen und einer neuen Energiekrise geführt. [Shutterstock/Jakov Simovic]

Die serbische Regierung will am Donnerstag eine Verordnung verabschieden, um 1.400 Unternehmen zu finanziell unterstützen, die bisher in Russland, Belarus oder der Ukraine Geschäfte machten, sagte Finanzminister Sinisa Mali.

„Es werden günstige Kredite mit einer fünfjährigen Rückzahlungsfrist und einer zweijährigen Schonfrist gewährt“, sagte Mali auf einer von der serbischen Handelskammer veranstalteten Konferenz.

Die serbische Wirtschaft sei trotz der Herausforderungen, die die anhaltende Corona-Pandemie und der Konflikt in der Ukraine mit sich brachten, stetig gewachsen, sagte der Minister. Die Krisen hätten jedoch zu Inflation, Lieferengpässen und einer neuen Energiekrise geführt.

„Jeder makroökonomische Indikator ist völlig stabil. Die Staatsverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 52,1 Prozent und liegt damit weit unter dem EU-Standard von 60 Prozent des BIP. Die Arbeitslosenquote liegt bei 10 bis 11 Prozent – genauso hoch wie vor Ausbruch der Krise. Das diesjährige Defizit wird 3 Prozent nicht überschreiten, da die Erhebung der Mehrwertsteuer viel besser ausfällt als erwartet. Im ersten Quartal wurde eine Wachstumsrate von 4,3 Prozent verzeichnet, die im zweiten Quartal auf 3,7 Prozent sinken dürfte“, fügte Mali hinzu.

Der Finanzminister sagte, seine Regierung habe eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz der Bürger:innen und Unternehmen ergriffen, darunter die Kontrolle der Kraftstoffpreise, die Begrenzung der Preise für Grundnahrungsmittel und die Gewährleistung, dass das Land weiterhin die niedrigsten Gaspreise in Europa aufweist.

Der Minister verwies auch auf einmalige Programme zur Unterstützung von Rentner:innen, Arbeitnehmern im Bildungs- und Gesundheitswesen und jungen Menschen.

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