Serbien betont engen Schulterschluss mit Ungarn

Die serbische Ministerpräsidentin Ana Brnabić. [Rafal Guz/EPA]

Die bilateralen Beziehungen zwischen Serbien und Ungarn seien noch nie so erfolgreich gewesen, betonte die serbische Premierministerin Ana Brnabic bei einem Treffen mit dem ungarischen Botschafter in Serbien, Attila Pinter, am Mittwoch (10. August).

Erst im September 2021 haben Serbien und Ungarn ein strategisches Partnerschaftsabkommen unterzeichnet. Darin wird nicht nur die engere Zusammenarbeit in verschiedenen Politikbereichen festgeschrieben, sondern Serbien auch die volle Unterstützung für den Beitritt zur EU zugesagt.

Brnabic bedankte sich für Ungarns starke Unterstützung Serbiens im EU-Beitrittsprozess und betonte, dass Serbien auch Ungarns Bemühungen um den Schutz von Frieden und Stabilität im Kosovo sehr zu schätzen wisse. Laut dem Botschafter sieht Ungarn Serbien als seinen wichtigsten Wirtschaftspartner auf dem westlichen Balkan an, und die ungarische Regierung versuche, ungarische Investitionen in Serbien zu unterstützen.

Der Premierminister und der Botschafter sprachen auch über gemeinsame Projekte, darunter die Zusammenarbeit mit der ungarischen Regierung bei der Reinigung des Medjuvrsje-Sees.

Brnabic und Pinter unterstrichen zudem die Bedeutung gemeinsamer Regierungssitzungen, die der wirtschaftlichen Zusammenarbeit durch verschiedene Abkommen, Memoranden und gemeinsame Projekte bereits einen Schub verliehen hätten. Im vergangenen Jahr hatten die beiden Staaten ein rekordverdächtiges Niveau im bilateralen Handel verzeichnet, so die serbische Regierung in einer Mitteilung.

Sowohl Serbien als auch Ungarn stehen seit längerem in der Kritik, demokratische Institutionen zurückzubauen und sich autoritäreren Staatsformen anzunähern. Beide Staaten werden von der Nichtregierungsorganisation Freedom House aufgrund des Rückbaus der Demokratie als hybride Regime gelistet.

Putins Freunde in Europa: Serbien und Ungarn bekräftigen Partnerschaft

Ungarn und Serbien haben am Wochenende ihre strategische Partnerschaft noch einmal bekräftigt. Serbiens Präsident Aleksandar Vučić sagte, Belgrad und Budapest hätten sich darauf geeinigt, dass Serbien einen Teil seiner Energie auf dem Gebiet seines nördlichen EU-Nachbarn speichern könne.

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