Seehofer gegen Trumps Einreiseverbot für Muslime

EU Europa Nachrichten

CSU-Parteispitze Horst Seehofer hatte sich erst kürzlich noch positiv über den neuen US-Präsidenten geäußert. [Wikimedia]

Das Einreiseverbot für Muslime des neuen US-Präsidenten Donald Trump geht selbst CSU-Chef Horst Seehofer zu weit.

Seehofer distanziert sich nach lobenden Worten für den neuen US-Präsidenten Donald Trump von dessen Einreiseverbot für Bürger aus mehreren muslimischen Staaten.

„Ich halte diese Entscheidung, es gibt ein paar andere auch, nicht für richtig“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Trump will vier Monate lang keine Flüchtlinge mehr in die USA lassen. Für Syrer wird das Flüchtlingsprogramm auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Mindestens 90 Tage gilt zudem ein Einreiseverbot für alle Besucher aus Syrien, dem Iran, Irak, Libyen, Somalia, den Sudan und dem Jemen.

Seehofer hatte in der „Bild am Sonntag“ Respekt für Trumps Arbeitsstil bekundet. „Er setzt mit Konsequenz und Geschwindigkeit seine Wahlversprechen Punkt für Punkt um“, hatte der CSU-Chef gesagt. Seehofer hat zudem bereits mehrfach deutlich gemacht, dass die bayerische Wirtschaft mit Konzernen wie Siemens, BMW und vielen mittelständischen Unternehmen stark vom freien internationalen Handel abhänge. Der CSU-Chef äußerte sich deswegen wiederholt skeptisch sowohl über die Sanktionen gegen Russland im Zuge des Ukraine-Konflikts als auch über Trumps Ablehnung von Freihandelsabkommen.

 

Seehofer: Auch Trump als Präsident in München willkommen

"Wir dürfen uns nicht als Oberlehrer der ganzen Welt aufführen": Im Falle eines Sieges des republikanischen Bewerbers Donald Trump würde Horst Seehofer ihn in Bayern herzlich willkommen heißen.

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