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09/12/2016

Seehofer: Auch Trump als Präsident in München willkommen

EU-Außenpolitik

Seehofer: Auch Trump als Präsident in München willkommen

Die US-Wahl hat begonnen: Heute wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt.

Foto: Wikimedia

„Wir dürfen uns nicht als Oberlehrer der ganzen Welt aufführen“: Im Falle eines Sieges des republikanischen Bewerbers Donald Trump würde Horst Seehofer ihn in Bayern herzlich willkommen heißen.

CSU-Chef Horst Seehofer hat sich gegen deutsche Einmischung in den US-Wahlkampf ausgesprochen.

„Wenn das amerikanische Volk sich in einer demokratischen Abstimmung für eine Person entscheidet, haben das Demokraten in Deutschland und Bayern zu akzeptieren“, sagte Seehofer der Zeitung „Bild am Sonntag“. „Wir dürfen uns nicht als Oberlehrer der ganzen Welt aufführen.“ Nach Worten des bayerischen Ministerpräsidenten wären beide US-Präsidentschaftskandidaten willkommene Gäste. „Wir würden Donald Trump genauso behandeln wie Hillary Clinton“, sagte Seehofer: „Beide wären herzlich willkommen in München.“

Gegen Trump Position bezog dagegen der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen. „Für das deutsch-amerikanische Verhältnis wäre eine Wahl von Trump zum Präsidenten eine historische Belastung“, sagte der CDU-Politiker dem Blatt. „Es würde zur tiefsten Entfremdung in unseren Beziehungen seit dem Vietnamkrieg führen.“

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die Zeitung befürchten 77 Prozent der Deutschen eine Belastung des Verhältnisses zu den Vereinigten Staaten, wenn Trump Präsident wird. Bei einem Wahlsieg von dessen Rivalin Hillary Clinton erwarten 67 Prozent, dass die Freundschaft zu den USA unverändert bleibt.