Schweden liefert erstmals moderne Waffen an die Ukraine

Jonson bestätigte, dass er bereit sei, modernere Waffen in die Ukraine zu schicken. „Mein erstes bilaterales Treffen war mit dem [ukrainischen] Verteidigungsminister Oleksej Reznikov“, fügte er hinzu. [EPA-EFE/TOMS KALNINS]

Schweden werde als Zeichen seiner neuen Verteidigungspolitik modernere Waffen an die Ukraine liefern, kündigte Verteidigungsminister Pål Jonson am Sonntag (30. Oktober) an.

Schweden werde Kyjiw in seinem Krieg gegen Russland aktiver unterstützen, sagte Jonson von der Moderaten Partei in einem Interview mit Dagens Nyheter.

Jonson bestätigte, dass er bereit sei, modernere Waffen in die Ukraine zu schicken. „Mein erstes bilaterales Treffen war mit dem [ukrainischen] Verteidigungsminister Oleksej Reznikov“, betonte er.

Die schwedische Regierung hat sich noch nicht dazu geäußert, welche modernen Waffen das Land schicken wird, der verteidigungspolitische Sprecher der Christdemokraten, Mikael Oscarsson, hatte zuvor jedoch zwei Waffensysteme als besonders wichtig bezeichnet: die Luftabwehrrakete 70 und das Archer-System.

Der Flugabwehrflugkörper 70 ist ein leichtes Raketensystem, das nach Angaben der schwedischen Streitkräfte „klein und leicht zu bewegen“ ist. Das Archer-System ist ein schwedisches Selbstfahrergeschütz auf Rädern.

Laut Jonson illustrieren die Zusagen die drei Prioritäten, die die neue schwedische Regierung vergangene Woche im Zusammenhang mit der russischen Aggression gegen die Ukraine erklärt hat. Dazu gehören der Krieg in der Ukraine, rasche Investitionen in Schwedens Verteidigung und Schwedens NATO-Beitritt.

Kristersson erwähnte die NATO in seiner Regierungserklärung elfmal und versprach, den Beitrittsprozess gemeinsam mit Finnland abzuschließen.

Erschwert werden könnte Schwedens Weg in die NATO jedoch durch die Zwischenwahlen in den USA am 8. November, bei denen aktuelle Prognosen die Republikaner deutlich vorne sehen. Sollte die Partei die Mehrheit im Abgeordnetenhaus erringen, könnte sie wichtige verteidigungspolitische Entscheidungen von Präsident Joe Biden blockieren.

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