Russland weist sieben dänische Diplomaten aus

Der Schritt wird von Kopenhagen als Vergeltung für die Tatsache gesehen, dass Dänemark zusammen mit zahlreichen anderen EU-Ländern Anfang April russische Diplomat:innen auswies. [Shutterstock/DCStockPhotography]

Sieben dänische Staatsangehörige, die in der dänischen Botschaft in Moskau arbeiten, haben zwei Wochen Zeit, Russland zu verlassen, wie die russische Nachrichtenagentur TASS und der dänische Rundfunk DR berichten.

Das Außenministerium teilte DR News mit, dass vier Diplomaten und drei Botschaftsmitarbeiter betroffen seien. Außenminister Jeppe Kofod sagte, dass derzeit eine Gegenmaßnahme zu Russlands Aktionen erwogen werde.

„Wir koordinieren dies mit unseren Verbündeten, die von Russland ähnlich behandelt worden sind. Wir glauben, dass es wichtig ist, den Dialog mit dem Kremel aufrechtzuerhalten und offene diplomatische Beziehungen zu unterhalten, aber dieses Vorgehen Steitens Moskauw ist bedenklich“, sagte er gegenüber DR News.

Der Schritt wird von Kopenhagen als Vergeltung für die Tatsache gesehen, dass Dänemark zusammen mit zahlreichen anderen EU-Ländern Anfang April russische Diplomat:innen auswies. In Dänemark betraf dies 15 Diplomaten, die der Spionage im Lande verdächtigt und vor genau einem Monat ausgewiesen wurden.

Laut Kofod ist die Ausweisung Dänemarks in keiner Weise mit der Russlands vergleichbar. „Russland behauptet, dass dies eine Reaktion auf unsere Maßnahme ist. Aber wir haben 15 Geheimdienstler aus Dänemark ausgewiesen. Sie weisen Diplomaten aus“, sagte er.

Laut Kofod „ist dies eine weitere Bestätigung dafür, dass Russland immer wieder auf Konfrontation setzt und sich gegen Diplomatie und Frieden entscheidet, wenn diese auf dem Spiel stehen.“

Die Nachrichtenagentur TASS meldete, dass das russische Außenministerium betonte, Russland behalte sich das Recht vor, zusätzliche Schritte als Reaktion auf Kopenhagens „unfreundliche Handlungen“ zu unternehmen. Diese Folgemaßnahmen sollen Dänemark später mitgeteilt werden.

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