Russland verhindert UN-Resolution zu Gasangriff in Syrien

Syrien-Kontaktgruppe erzielt bei Verhandlungen in München Einigung

Die USA verhängen wegen dem jüngsten Giftgasangriff Sanktionen gegen das Assad-Regime. [dpa]

Russland hat mit seinem Veto im Sicherheitsrat eine UN-Resolution zum Giftgasangriff in Syrien verhindert. Britische Forscher bestätigten unterdessen Giftgas in Syrien.

Der Entwurf der UN-Resolution sah vor, die tödliche Attacke zu verurteilen und die syrische Regierung aufzufordern, mit Ermittlern zusammenzuarbeiten. Auf die Resolution hatten westliche Staaten gedrungen. Die Vetomacht China, die seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien gegen sechs Resolutionen gestimmt hatte, enthielt sich dieses Mal ebenso wie Äthiopien und Kasachstan. Bolivien stimmt mit Russland gegen den Entwurf.

Die Regierung in Moskau ist ein enger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Beide haben Vorwürfe zurückgewiesen, wonach Assads Truppen für den Angriff in der vergangenen Woche verantwortlich sind. Die USA bombardierten als Vergeltungsschlag eine syrische Luftwaffenbasis. Dies stieß in Russland auf scharfe Kritik.

Türkei: Assad verfügt weiter über Chemiewaffen

Die syrische Regierung hat laut der Türkei weiterhin die Kapazitäten für chemische Kampfstoffe. Die G7 beraten unterdessen vor der Tillerson-Reise nach Moskau über den Umgang mit Baschar al-Assad.

Forscher weisen in Syrien das Nervengas Sarin nach

Britische Wissenschaftler haben nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien das Nervengas Sarin nachgewiesen.

Die Untersuchung von Proben aus dem Ort Chan Scheichun habe ergeben, dass es sich um Sarin oder eine Sarin-ähnliche Substanz handele, sagte der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft am Mittwoch vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York.

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Mit dem US-Luftangriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt hat US-Präsident Donald Trump eine 180-Grad-Wende in der Syrien-Politik vollzogen.

Unter anderem die USA und die Türkei werfen der Führung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vor, Chan Scheichun mit Giftgas angegriffen zu haben. Dabei kamen rund 90 Menschen ums Leben, darunter auch Kinder. „Das Vereinigte Königreich teilt die Vermutung der USA, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass das Regime für den Sarin-Angriff auf Chan Scheichun am 4. April verantwortlich ist“, sagte Rycroft.

Bereits am Dienstag hatte die türkische Regierung erklärt, der Verdacht auf eine Vergiftung mit Sarin sei bestätigt worden. Bei Blut- und Urinuntersuchungen sei ein entsprechendes Zerfallsprodukt nachgewiesen worden. Die türkischen Behörden hatten bereits in der vergangenen Woche den Verdacht geäußert, dass Sarin eingesetzt worden sein könnte. Einige der Opfer aus Idlib wurden in Krankenhäusern in dem Nachbarland behandelt. Syrien weist den Vorwurf zurück, es habe die eigene Bevölkerung mit Giftgas angegriffen.

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