Russland, Türkei und Iran beraten über Syrien-Konflikt

Recep Tayyip Erdogan und Vladimir Putin in Ankara. [EPA-EFE/TUMAY BERKIN]

Die Staatschefs von Russland, der Türkei und dem Iran beraten am heutigen Mittwoch in der türkischen Hauptstadt Ankara über die Lage im Bürgerkriegsland Syrien.

Der russische Staatschef Wladimir Putin war bereits am Dienstag angereist, um Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu führen. Die beiden hatten bei der Gelegenheit den den Bau des ersten Atomkraftwerks der Türkei freigegeben.

Die Anlage von Akkuyu im Süden des Landes soll zehn Prozent des türkischen Energiebedarfs decken, sagte Erdogan. Das seit Jahren vorbereitete Projekt wird gemeinsam mit dem russischen Konzern Rosatom vorangetrieben. Es soll insgesamt 20 Milliarden Dollar (16,3 Milliarden Euro) kosten und ab 2023 Strom produzieren.

Heute stößt noch der iranische Präsident Hassan Ruhani dazu. Die drei Staaten zählen zu den wichtigsten ausländischen Akteuren in Syrien. Allerdings verfolgen sie teilweise unterschiedliche Ziele. Ankara unterstützt Rebellen und geht vor allem aus innenpolitischen Gründen gegen kurdisch besiedelte Gebiete vor, Moskau und Teheran  unterstützen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Zwischen den drei Kriegsparteien gibt es allerdings auch Gemeinsames. Zusammen mit dem Iran hatten die Türkei und Russland vergangenes Jahr Verhandlungen zur Beendigung des Bürgerkriegs initiiert. Gemeinsam ist ihnen auch das Interesse daran, dass die USA nicht dauerhaft in der Region militärisch präsent bleiben.

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