Rumänien will Zentrum für Stabilität und Sicherheit in der Region werden

Ciolacu, der Vorsitzende der rumänischen sozialdemokratischen Partei PSD, gehörte einer Delegation unter Leitung des rumänischen Ministerpräsidenten Nicolae Ciuca an, die in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Ministerpräsident Denys Schmyhal zusammentraf. [EPA-EFE/BOGDAN CRISTEL]

Rumänien möchte zum wichtigsten Knotenpunkt für Stabilität und Sicherheit in der Region werden und sich intensiv am Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg beteiligen, erklärte Parlamentspräsident Marcel Ciolacu nach seinem Besuch in Kyjiw.

Ciolacu, der Vorsitzende der rumänischen sozialdemokratischen Partei PSD, gehörte einer Delegation unter Leitung des rumänischen Ministerpräsidenten Nicolae Ciuca an, die in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Ministerpräsident Denys Schmyhal zusammentraf.

Dies war der erste hochrangige Besuch Rumäniens in der Ukraine seit dem Beginn der russischen Invasion vor mehr als zwei Monaten.

Die beiden Delegationen erörterten die Auswirkungen des Krieges auf die ukrainische Wirtschaft sowie Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus der Ukraine über rumänische Häfen, da die russischen Streitkräfte den Schiffen den Zugang zu den ukrainischen Schwarzmeerhäfen verwehren.

Die Beamten sprachen außerdem über die Unterstützung von Flüchtlingen aus der Ukraine, die sich derzeit in Rumänien aufhalten.

Ciuca erwähnte Rumäniens starke Unterstützung für die Bestrebungen der Ukraine, der Europäischen Union beizutreten. Rumänien hat sich stets dafür eingesetzt, dass die EU der Ukraine, Moldawien und Georgien eine europäische Perspektive bietet, da alle drei Länder es verdienten, Teil der europäischen Familie zu sein.

Die Rechte ethnischer Minderheiten in den beiden Ländern kamen ebenfalls zur Sprache, mit besonderem Fokus auf die Lage in Transnistrien – einer Region zwischen der Ukraine und Moldawien, in der russische Truppen stationiert sind.

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