Rumänien will verstärkte NATO- und US-Präsenz im Land

Rumänien wird seine Bemühungen um eine Aufstockung der NATO- und US-Truppen auf seinem Territorium fortsetzen, sagte Präsident Klaus Iohannis am Mittwoch. [EPA-EFE/JOHANNA GERON / POOL]

Rumänien wird seine Bemühungen um Verstärkung der NATO- und US-Truppen auf seinem Territorium fortsetzen, sagte Präsident Klaus Iohannis am Mittwoch und fügte hinzu, dies werde zur Verbesserung der nationalen Sicherheit beitragen.

Der Oberste Verteidigungsrat Rumäniens (CSAT) hat einen Aktionsplan zur Vervollständigung der bestehenden Pläne – in Übereinstimmung mit der NATO – diskutiert und gebilligt. Damit soll das Land auf jedes Szenario vorbereitet sein, das sich in der aktuellen Situation in der Schwarzmeerregion und an der NATO-Ostflanke entwickelt, sagte Präsident Iohannis.

In seiner Rede nach der Sitzung des Verteidigungsrates wies das Staatsoberhaupt darauf hin, dass es bei der aktuellen, von Russland ausgelösten Krise „nicht nur um die Ukraine, nicht nur um die regionale Sicherheit im Schwarzen Meer und auch nicht nur um die europäische Sicherheit geht, sondern um die Sicherheit des gesamten euro-atlantischen Raums“.

Spannungen und militärische Aufrüstung in der Nähe der ukrainischen Grenzen und im Schwarzmeerraum beeinträchtigen sowohl die internationale Sicherheit als auch die Stabilität, sagte Iohannis.

Der Verteidigungsrat sprach deshalb über die komplexe Situation in der Region, einschließlich der Zusammenarbeit und Koordination mit den Verbündeten in der NATO und in der EU.

„Ich möchte noch einmal betonen, dass alle bisher von der NATO ergriffenen Maßnahmen zur Verstärkung der militärischen Präsenz an ihrer Ostflanke eine rein defensive Antwort auf die gestiegenen Risiken, Bedrohungen und Herausforderungen für die Sicherheit in der Region darstellen“, so Iohannis.

Der Präsident bekräftigte, dass Rumänien bereit sei, mehr NATO-Truppen aufzunehmen. Kürzlich haben sowohl Frankreich als auch die USA angekündigt, Truppen nach Rumänien zu entsenden. Iohannis kündigte Gespräche darüber an, wie diese Pläne umgesetzt werden sollen.

Unabhängig davon werden die Regierung und verschiedene Behörden einen Plan zur Bewältigung einer möglichen zunehmenden Migration und der negativen wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen eines möglichen Konflikts in der Ukraine ausarbeiten.

„Es gibt mehr als 600 Kilometer Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine, und wir müssen sicher sein, dass wir auf jedes mögliche Szenario vorbereitet sind“, sagte Iohannis.

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