Paris will auf EU-Gipfel afrikanische Impfstrategie diskutieren

Der Vorschlag wurde von der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der deutschen Bundeskanzlerin, Angela Merkel, unterstützt. EPA-EFE / CHRISTOPHE PETIT TESSON / POOL [EPA / CHRISTOPHE PETIT TESSON]

EU Staats- und Regierungschefs werden auf dem virtuellen EU-Gipfel am Donnerstag (25. Februar) einen Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron erörtern, rund 13 Millionen Dosen COVID-19-Impfstoff in afrikanische Länder zu senden.

Der virtuelle EU-Gipfel zur Virussituation bietet Macron die Gelegenheit, seinen auf dem G7-Gipfel am 19. Februar gemachten Vorschlag zu wiederholen, 13 Millionen Impfstoffdosen in afrikanische Länder zu senden

Das Thema werde „in der Tat auf dem Europäischen Rat erörtert“ werden, bestätigte eine Quelle im französischen Präsidialamt, dem Elysée, gegenüber EURACTIV Frankreich.

„Wenn wir Europäer und Amerikaner wissen, wie wir diese 13 Millionen Dosen so schnell wie möglich abgeben können, ist dies unsere Glaubwürdigkeit wert“, sagte Macron gegenüber seinen Kollegen auf dem G7-Gipfel.

Der Vorschlag wurde von der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der deutschen Bundeskanzlerin, Angela Merkel, unterstützt.

„Es muss ein faires und gerechtes Gleichgewicht gefunden werden“ zwischen den französischen Bedürfnissen und der Hilfe, die ärmere Länder benötigen, erklärte die Elysée-Quelle.

Man wolle verhindern, dass afrikanische Länder in Zukunft bilaterale Abkommen mit Pharmaunternehmen abschließen.

Paris ist sich durchaus bewusst, dass die öffentliche Meinung gegenüber einer solchen „kollektive Anstrengung“ zurückhaltend reagieren könnte.

EU-Impfpass

Zudem werde der sogenannte „Corona-Impfpass“ diskuttiert werden, da EU-Länder hoffen, die europäische Tourismusbranche so ungeschädigt wie möglich über den Sommer zu bringen,

Regierungskreise sagten gegenüber EURACTIV Frankreich, dass Paris seine Position der „doppelten Vorsicht“ in Bezug auf Fragen des privaten Datenschutzes und die Ungleichheiten, die ein solcher „Impfpass“ verursachen könnte, beibehalten werde.

Frankreich sei offen für eine Debatte und halte es für „relevant, technische Studien auf den Weg zu bringen“, um solch ein Instrument zu bewerten, welches es immer noch als „verfrüht“ ansieht.

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