OSZE-Beobachter in Ukraine getötet

Um Terror in Europa zu verhindern, will die OSZE islamische Glaubensgemeinschaften noch mehr in die Pflicht nehmen. [dpa (Archiv)]

Bei der Explosion einer Mine in der ostukrainischen Krisenregion ist ein amerikanischer OSZE-Beobachter getötet und eine deutsche Mitarbeiterin verletzt worden.

Ihr Fahrzeug sei am Sonntagmorgen in der Nähe von Luhansk über eine Mine gefahren, teilte das österreichische Außenministerium mit. Österreich hat derzeit den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) inne, die den brüchigen Waffenstillstand zwischen Separatisten und Regierungstruppen überwachen soll. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte, alles Erforderliche zu unternehmen, um aufzuklären, wer für das Geschehen die Verantwortung trage.

In der Region sind seit 2014 über 700 OSZE-Beobachter tätig. Die 57 Mitgliedsstaaten – darunter Russland, die USA und die Ukraine – hatten im März den Einsatz der Beobachter um ein Jahr verlängert. Merkel forderte, die Konfliktparteien müssten „endlich den seit langem verabredeten Waffenstillstand vollständig einhalten.“ Dabei komme den von Russland unterstützten Separatisten eine besondere Verantwortung zu.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sprach noch von einem weiteren Verletzten, äußerte sich aber nicht zu den Nationalitäten. „Jetzt ist das eingetreten, was man seit Jahren befürchten musste“, sagte er. „Jemand, der nur mithelfen wollte, Frieden und ein Ende der Kämpfe zu schaffen, hat heute sein Leben verloren.“ Den OSZE-Mitarbeitern sei es zu verdanken, dass die Gewalt in der Region nicht noch weiter eskaliert sei.

Drei Jahre, nachdem Russland die Krim von der Ukraine annektiert hat, sind die Spannungen im Osten des Landes zwischen den Regierungstruppen und den von Russland unterstützten Separatisten weiter hoch. Ein 2015 vereinbarter Waffenstillstand wird häufig gebrochen, Friedensgespräche kommen kaum voran.

OSZE: Abzug der schweren Waffen in Ost-Ukraine

Konfliktparteien in der Ost-Ukraine wollen der OSZE zufolge ihre schweren Waffen abziehen. Damit soll eine weitere Eskalation an der Frontlinie verhindert werden.

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