Orbán spricht sich für EU-Mitgliedschaft Albaniens aus

"Wir nähern uns dem 100. Jahrestag der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen unseren Ländern und wollen das angemessen feiern," erklärte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. [EPA-EFE/JOHANNA GERON]

Ungarn unterstütze „voll und ganz“ die Mitgliedschaft Albaniens in der „großen europäischen Familie“, so Ministerpräsident Viktor Orbán am Dienstag gegenüber der Presse. Dies sei im Interesse aller Beteiligten. Zuvor hatte er sich mit seinem albanischen Amtskollegen Edi Rama getroffen.

Rama, der sich derzeit auf einem Arbeitsbesuch in Ungarn befindet, traf sich mit Orbán, um die politische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu besprechen, berichtet Albania Daily News. Die Gespräche konzentrierten sich insbesondere auf Albaniens Weg zur EU-Mitgliedschaft, bestätigte Orbán gegenüber den Medien.

„Das Thema, das wir heute besprochen haben, ist die politische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Wir nähern uns dem 100. Jahrestag der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen unseren Ländern und wollen das angemessen feiern,“ erklärte Ungarns Premier.

Die Forderung, Albanien solle Teil der EU werden, beruhe allerdings nicht nur auf „unserer Sympathie, sondern auch auf unserem eigenen Interesse: Ohne Mitgliedschaften für diesen Teil Europas werden wir keine Stabilität erreichen,“ fügte er hinzu.

Auch aus wirtschaftspolitischer Sicht schätzte Orbán die nähere Zukunft positiv ein: „Wir sind sehr zufrieden, dass wir ein Hauptprojekt finden konnten und dass die OTP Bank [Ungarns größte Bank] nun in Albanien willkommen geheißen wurde. Wir investieren im großen Stil in Albanien.“

Niederlande offener für Start von EU-Mitgliedschaftsgesprächen mit Albanien

Die niederländische Regierung hat dem Parlament einen Bericht bezüglich der Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen mit Albanien vorgelegt. Trotz der beobachteten Fortschritte wird festgehalten, dass nicht alle Prioritäten des EU-Rats erfüllt worden sind.

EU sucht weiter Lösung für Beitrittsgespräche mit Albanien und Nordmazedonien

Die EU sucht weiter eine Lösung für den blockierten Start der Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Nordmazedonien. Der portugiesische EU-Vorsitz bekräftigte am Dienstag nach einem Treffen der Europaminister die Absicht, bis Ende Juni dazu eine Beitrittskonferenz abzuhalten. Allerdings verhindert das EU-Mitglied Bulgarien wegen eines Streits um kulturelle und historische Fragen mit Nordmazedonien weiter das grüne Licht der Mitgliedstaaten.

Subscribe to our newsletters

Subscribe