Optimistischer Gipfelbeginn

Der lang ersehnte "historische Händedruck". [EPA-EFE/KEVIN LIM]

US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un haben sich optimistisch über den Beginn ihres historischen Gipfeltreffens geäußert.

Trump sprach von einer „guten Beziehung“, die er zu Kim habe. Der Nordkoreaner sagte, es sei ein guter „Auftakt für Frieden“. Die Politiker begrüßten sich mit einem langanhaltenden Händedruck und einem leichten Lächeln in einem Hotel auf der Ferieninsel Sentosa. Nach einem rund 40-minütigen Einzelgespräch mit Kim sagte Trump auf die Frage eines Journalisten, wie es laufe: „Sehr gut, sehr sehr gut. Gute Beziehung.“

Auch Kim äußerte sich optimistisch: „Wir haben allerlei Skepsis und Spekulationen über diesen Gipfel überwunden und ich glaube, das ist gut für den Frieden.“ Es werde Herausforderungen geben, aber er werde mit Trump zusammenarbeiten. Nach dem Einzeltreffen wurden die Gespräche in erweiterter Runde fortgesetzt. Dieser schloss sich ein Arbeitsessen an.

Unmittelbar vor den Beratungen hatte Trump getwittert: „Wir werden bald alle wissen, ob es anders als in der Vergangenheit einen wirklichen Deal geben kann oder nicht.“ Trump hat auch ein Friedensabkommen ins Gespräch gebracht. Der Korea-Krieg vor 65 Jahren endete nur mit einem Waffenstillstandsabkommen. Formell gibt es zwischen Nordkorea und den USA bis heute keine diplomatischen Beziehungen.

US-Außenminister Mike Pompeo dämpfte Hoffnungen, dass es einen schnellen Durchbruch in den Verhandlungen geben könnte. Das Treffen solle den Rahmen für die schwierige Arbeit bilden, die folge. Die Sanktionen würden vorerst in Kraft bleiben, bis Nordkorea sein Atomprogramm aufgegeben habe. Nordkorea hat dazu bislang allerdings wenig Bereitschaft erkennen lassen. Für die Führung in Pjöngjang sind sie entscheidend für ihren Machterhalt.

Weitere Informationen

Trump und Kim Jong Un in Singapur eingetroffen

Nachdem ein historisches Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un zwischenzeitlich abgesagt worden war, werden die beiden Staatschefs diese Woche doch über die Abrüstung Nordkoreas debattieren.

Nordkorea möglicherweise bereit zur Abrüstung

US-Außenminister Mike Pompeo sagt, Kim Jong Un hätte sich positiv zur Abrüstung seines Landes geäußert. Nächste Woche trifft der nordkoreanische Staatschef auf Donald Trump.

Kim in China: Nordkorea will abrüsten

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat bei einem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Peking eine atomare Abrüstung in Aussicht gestellt.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 9 Uhr Newsletter.