Österreich laut Kanzler Nehammer nicht ‚unmittelbar militärisch bedroht‘

In seinem Interview mit dem Kurier sagte Nehammer auch, dass "eine Rakete Richtung Österreich nicht zu befürchten" ist. [EPA-EFE/Steffi Loos]

Österreich sei nicht unmittelbar militärisch bedroht, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) dem Kurier mit Blick auf den Krieg in der Ukraine.

Österreich hat sich für eine militärische Neutralität entschieden und wird keine Waffen an die Ukraine liefern. Das Land hat vorerst nur zwei Konvois mit 10.000 Helmen und Schutzwesten sowie 100.000 Liter Treibstoff für zivile Kräfte entsandt.

In seinem Interview mit dem Kurier sagte Nehammer auch, dass „eine Rakete Richtung Österreich nicht zu befürchten“ ist.

Angesprochen auf die Kritik des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Österreich, das weiterhin russisches Gas bezieht, argumentierte Nehammer, dass es seine Aufgabe sei, die Energiesicherheit Österreichs zu gewährleisten.

Auf die Frage, ob die Regierung einen Plan für den Fall eines russischen Lieferstopps habe, antwortete er „selbstverständlich“.

Nehammer äußerte kürzlich in einem Interview mit der Tageszeitung Presse Verständnis für die Entscheidung Deutschlands, endlich schwere Waffen an die Ukraine zu liefern.

Russland zeige „derzeit kein Interesse“ an der Aufnahme von Friedensgesprächen, darum „passt es wieder, dass die Ukraine mit schweren Waffen unterstützt wird.“

Nehammer ist auch weiterhin der erste europäische Regierungschef, der den isolierten russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau besucht hat.

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