Nord- und Südkorea vereinbaren Gespräche

Im Korea-Konflikt stehen die Zeichen weiter auf Entspannung.

In der Korea-Krise stehen die Signale auf Entspannung: Erstmals seit gut zwei Jahren wollen Regierungsvertreter beider Seiten in der kommenden Woche zu Gesprächen zusammenkommen.

Die Regierung in Pjöngjang habe die Einladung zu einem Treffen am Dienstag im Grenzort Panmunjom akzeptiert, teilte das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium am Freitag mit. Themen sollen eine Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar und allgemein die bilateralen Beziehungen sein. Südkorea und die USA haben angekündigt, ihre jährlichen Frühjahrsmanöver auf die Zeit nach dem Wettkampf zu verlegen. US-Verteidigungsminister Jim Mattis begründete dies aber mit praktischen Überlegungen.

Das südkoreanische Regierung erklärte, sie halte an der Forderung fest, dass Nordkorea sein Atomprogramm aufgeben müsse. Zudem werde sie bei den Gesprächen in engem Kontakt mit den USA und anderen Verbündeten bleiben. Beide Seiten müssen ihre Vertreter für das Treffen noch bestimmen. Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache Südkorea ein Gesprächsangebot unterbreitet und auch die Teilnahme an den Winterspielen in Südkorea in Aussicht gestellt. Kim bekräftigte aber, an seinem Atom- und Raketenprogramm festhalten zu wollen.

Weitere Entspannungssignale im Nordkorea-Konflikt

Auch US-Präsident Donald Trump sendet im Streit über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm Entspannungssignale.

Die verfeindeten koreanischen Staaten aktivierten am Mittwoch schließlich eine direkte Telefonverbindung an der schwer bewachten Grenze, um den Dialog voranzutreiben. Sie befinden sich auch 65 Jahre nach dem Ende des Korea-Krieges offiziell im Kriegszustand, weil es zwar ein Waffenstillstandsabkommen, aber keinen Friedensvertrag gibt.

China und Russland, die in dem Konflikt eine friedliche Lösung fordern, lobten nun die Gesprächsbereitschaft. Nord- und Südkorea unternähmen damit positive Schritte, erklärte das chinesische Außenministerium. Ähnlich äußerte sich das Außenamt in Moskau. Beide Staaten haben im UN-Sicherheitsrat eine Verschärfung der Nordkorea-Sanktionen mitgetragen. Sie setzen aber weniger auf Konfrontation als Trump.