Neue US-Sanktionen gegen Nordkorea

Die Eskalation zwischen Nordkorea und den USA hält an. [Anton Watman/shutterstock]

Die USA haben Sanktionen gegen dreizehn weitere chinesische und nordkoreanische Organisationen verhängt. Ihnen wird vorgeworfen, die Atombeschränkungen gegen Nordkorea umgangen und das Land durch den Handel mit Rohstoffen unterstützt zu haben, wie das US-Finanzministerium am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington mitteilte.

US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea zuvor auf die Liste der Staaten gesetzt, die den Terrorismus unterstützen. „Diese Festlegung wird weitere Sanktionen und Strafen gegen Nordkorea und damit verbundene Personen folgen lassen und unterstützt unsere Kampagne des maximalen Drucks, das mörderische Regime zu isolieren“, sagte Finanzminister Steven Mnuchin.

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Von den neuen Sanktionen betroffen sind auch die chinesischen Firmen Dandong Kehua Economy & Trade, Dandong Xianghe Trading und Dandong Hongda Trade. Sie sollen in den vergangenen Jahren mit Nordkorea Waren im Wert von zusammen 750 Millionen Dollar gehandelt haben. Sanktioniert werden zudem Sun Sidong und dessen Unternehmen Dandong Dongyuan Industrial, dass einer Studie des Washingtoner Instituts C4ADS zufolge Teil eines Netzwerks chinesischer Firmen sein soll, das einen Großteil des Handels mit Nordkorea abwickelt.

Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA haben sich in den vergangenen Monaten nach mehreren Raketen- und Atomtests des international weitgehend isolierten Landes verschärft. Beide Seiten überzogen sich mit Drohungen und Kriegsrhetorik. Nordkorea arbeitet nach eigenen Angaben an Raketen, mit denen es das US-Festland erreichen kann.