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06/12/2016

Moldau: Prorussischer Kandidat wird neuer Präsident

EU-Außenpolitik

Moldau: Prorussischer Kandidat wird neuer Präsident

Igor Dodon (im beigen Anzug, hier während einer Feier zum Tag der Arbeit in Chisinau) will die Annäherung von Moldau an die EU umkehren.

Foto: liubomir/Shutterstock

Der russlandfreundliche Kandidat Igor Dodon hat in Moldau die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen. Er will die Annäherung an die EU rückgängig machen.

Bei der Präsidentenwahl in Moldau steht der pro-russische Kandidat Igor Dodon vor dem Sieg.

Nach Auszählung von rund 90 Prozent der Stimmen kam der Sozialist in der Stichwahl am Sonntag auf 55,9 Prozent der Stimmen, seine pro-europäische Rivalin Maia Sandu auf 44,1 Prozent. Dodon hatte im Wahlkampf erklärt, die Annäherung der ehemaligen Sowjetrepublik an die EU umkehren zu wollen. Er hatte bereits in der ersten Wahlrunde in dem südosteuropäischen Land mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern vor Sandu gelegen.

Dodon hat für den Fall seines Sieges eine Volksbefragung über die Aufhebung eines Handels-Abkommens mit der EU aus dem Jahr 2014 angekündigt. Stattdessen soll sich Moldau einer von Russland geführten Zollunion anschließen.