Mini-Schengen auf dem Balkan ab 2023

Zeigten sich zufrieden: Serbiens Präsident Aleksandar Vučić, Nordmazedoniens Premier Zoran Zaev, und Albaniens Ministerpräsident Edi Rama (vlnr.). [EPA-EFE/GEORGI LICOVSKI]

Die Grenzkontrollen zwischen Serbien, Nordmazedonien und Albanien werden ab dem 1. Januar 2023 aufgehoben, bestätigte Serbiens Präsident Aleksandar Vučić am Donnerstag in Skopje.

Auf dem „Wirtschaftsforum für regionale Zusammenarbeit“ erklärte Vučić, zwischen ihm und den Ministerpräsidenten Nordmazedoniens und Albaniens, Zoran Zaev und Edi Rama, habe sich in den vergangenen zwei Jahren „echtes Vertrauen“ entwickelt. Dies sei der Schlüssel für eine engere Zusammenarbeit und gemeinsame Aktionen der drei Länder.

Auf einer anschließenden gemeinsamen Pressekonferenz forderte der albanische Ministerpräsident Rama die „Skeptiker“ im Kosovo, Bosnien-Herzegowina und Montenegro auf, darzulegen, was ihrer Ansicht nach gegen einen Beitritt zur vormals als „Mini-Schengen“ bezeichneten Initiative spricht. Die entsprechenden Regierungen sollten zumindest skizzieren, „wo sie zusammenarbeiten wollen, wo sie gemeinsam gegen Dinge wie Naturkatastrophen ankämpfen wollen, wo sie gemeinsame Strukturen aufbauen und wo sie nach außen hin gemeinsam auftreten wollen.“

Zaev erklärte derweil, die Menschen in Nordmazedonien, Albanien und Serbien teilten die gleiche Vision und die gleichen europäischen Werte und schritten deswegen gemeinsam voran. Er schloss: „Der Balkan ist lange genug von Mauern umgeben und durchzogen gewesen. Anstelle von Mauern haben wir heute neue Brücken gebaut.“

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Ein Mini-Schengen für den Balkan

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