Mehrheit der Türken für Erdogans Präsidialsystem

Unter Präsident Erdogan wird die Türkei wohl nicht näher an die EU rücken. [Foto: thomas koch/shutterstock]

Die vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geplante Verfassungsänderung ist hoch umstritten.  Doch laut einer Wahlumfrage wird sie von der Mehrheit der Bevölkerung befürwortet.

Die Mehrheit der Türken steht hinter einer verfassungsänderung für ein Präsidialsystem in ihrem Land. Einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Gezici von Anfang April zufolge gaben 53,3 Prozent an, für solch ein Präsidialsystem stimmen zu wollen.

Im vergangenen Monat lagen dagegen die Gegner mit 51,1 Prozent noch knapp vorne. Erdogan profitiere seit dem Putschversuch im vergangenen Juli von einem starken Nationalgefühl, begründete das Institut die Trendumkehr.

Erdogan und Politiker seiner AK-Partei werben zurzeit für eine Verfassungsänderung, über die das Volk Mitte April abstimmen soll und mit der der Präsident deutlich mehr Rechte bekommen soll. Die Regierung argumentiert, dies sei nach dem Putschversuch nötig, um das Land zu stabilisieren. Kritiker befürchten dagegen einen immer autoritäreren Staat. Auch die in Deutschland lebenden Türken können an dem Referendum teilnehmen. Die Stimmabgabe begann bereits am 27. März und ist noch bis zum 9. April möglich.

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