Macron warnt vor Iran-Rhetorik der USA

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron. [EPA/IAN LANGSDON]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Ton der USA, Israels und Saudi-Arabiens im Umgang mit dem Iran kritisiert.

Die drei Länder seien “in vielerlei Weise” Verbündete Frankreichs, sagte Macron am Mittwoch vor Journalisten. Ihre “offizielle Linie” sei jedoch “fast eine, die uns in den Krieg führt”, warnte er. Es sei wichtig, den Dialog aufrecht zu halten. Frankreich wolle ein Gleichgewicht wahren. “Sonst bauen wir am Ende schleichend eine ‘Achse des Bösen’ wieder auf”, sagte Macron in Anspielung auf eine Äußerung des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush. Dieser hatte den Begriff auf den Iran, Irak und Nordkorea angewendet.

Der heutige US-Präsident Donald Trump provoziert die iranische Führung seit seinem Amtsantritt regelmäßig. Zuletzt im Zusammenhang mit den dortigen Unruhen. „Das iranische Volk versucht, seine korrupte Regierung abzusetzen“, twitterte er. Bereits zuvor machte er deutlich, dass seiner Meinung nach die Zeit für einen Wechsel gekommen sei.

Die iranische Führung beschwerte sich indes bei den Vereinten Nationen. In einem Schreiben an den Sicherheitsrat warf Teheran der amerikanischen Regierung vor, sich in die internen Angelegenheiten des Landes einzumischen.

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