Litauen unterstützt Unternehmen, die von chinesischen Sanktionen betroffen sind

Eine vom Ministerium für Wirtschaft und Innovation vorbereitete Finanzfazilität zur Stimulierung der Wirtschaft wird am Mittwoch (15. Juni) eingeführt und ermöglicht es Unternehmen, die unter Chinas Maßnahmen gelitten haben, Darlehen von bis zu 5 Millionen Euro zu erhalten. [Shutterstock/SFIO CRACHO]

Litauische Unternehmen, die durch die Sanktionen Chinas in Schwierigkeiten geraten sind, können nun Betriebsmittelkredite beantragen, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Eine vom Ministerium für Wirtschaft und Innovation vorbereitete Finanzfazilität zur Stimulierung der Wirtschaft ist am Mittwoch (15. Juni) eingeführt worden und ermöglicht es Unternehmen, die unter Chinas Maßnahmen gelitten haben, Darlehen von bis zu 5 Millionen Euro zu erhalten.

Unternehmensgruppen können Unterstützung in Höhe von bis zu 10 Millionen Euro beantragen. Insgesamt ist ein Budget von 130 Millionen Euro vorgesehen.

China hatte unangekündigte Sanktionen und eine De-facto-Wirtschaftsblockade verhängt, nachdem Litauen engere Beziehungen zu Taiwan aufgenommen hatte.

Die Europäische Kommission hatte zuvor die Finanzfazilität „Direktdarlehen für Unternehmen, die von den Maßnahmen von Drittländern betroffen sind“ genehmigt.

„Litauen ist das erste EU-Land, das eine völlig neue Finanzfazilität entwickelt und mit der Europäischen Kommission vereinbart hat, um Unternehmen zu helfen, die aufgrund von Maßnahmen von Drittländern in Schwierigkeiten sind“, sagte Wirtschafts- und Innovationsminister Aušrinė Armonaitė.

„Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass dies nicht nur für litauische Unternehmen gilt, die aufgrund der prinzipientreuen Haltung unseres Landes gegenüber Taiwan bereits von China bedrängt wurden, sondern auch für andere EU-Länder, die in Zukunft mit wirtschaftlichem Druck konfrontiert werden könnten“, sagte sie.

Armonaitė hofft, dass „die Möglichkeit, Betriebskapital zu leihen, es den Unternehmen ermöglichen wird, neue Märkte, Partner und Exportziele zu suchen und zu erschließen.“

Die Darlehen können von Unternehmen in Anspruch genommen werden, deren Anteil an den Importen oder Exporten mit China im Jahr 2021 mindestens 25 Prozent ihrer gesamten Importe oder Exporte beträgt.

Sie werden zu Vorzugsbedingungen für einen Zeitraum von maximal 24 Monaten gewährt, wobei eine tilgungsfreie Zeit von höchstens sechs Monaten ab dem Datum der Vertragsunterzeichnung vorgesehen ist.

Die Darlehen werden von der UAB „Investicijų ir verslo garantijos“ (INVEGA) verwaltet und bereitgestellt.

Subscribe to our newsletters

Subscribe