Lawrow: EU muss mehr zur Rettung des Atomabkommens mit Iran tun

epa06439999 Russian Foreign Minister Sergei Lavrov speaks during a news conference in Moscow, Russia, 15 January 2018. Lavrov gave his annual press conference where he talked about the Russian diplomacy and foreign policy in 2017. EPA-EFE/MAXIM SHIPENKOV

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die EU angesichts einer drohenden Eskalation zwischen den USA und Iran aufgefordert, mehr Engagement für die Rettung des Atomabkommens mit Teheran zu zeigen.

„Die Europäer könnten mehr tun“, sagte Lawrow am Donnerstag in Bonn in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas. Er kritisierte, dass die USA nach ihrem Austritt aus dem Atomabkommen nun auch anderen Staaten untersagen wollten, sich an die Bestimmung des Atomvertrages zu halten.

Außenminister Maas wies Lawrows Kritik an der Haltung der drei EU-Staaten Frankreich, Großbritannien und Deutschland zurück und rief zugleich alle Seiten zu einer Deeskalation in der Golfregion aus. Er fordert Iran auf, sich an die Vereinbarungen des Atomabkommens zu halten. Die Signale der vergangenen Wochen aus Teheran seien „nicht akzeptabl“, sagt Maas. „Ein sogenanntes ‚less for less‘ wird es für uns nicht geben“, betonte er mit Hinweis auf die iranische Position, bestimmte Teile des Abkommens nicht mehr einzuhalten, wenn die internationalen Partner die wirtschaftlichen Schäden aus dem US-Ausstieg aus dem Abkommen und der amerikanischen Sanktionspolitik nicht ausgleichen.

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