Kurz empfängt Balkan-Staatschefs zu Gesprächen über Migration und EU-Beitritt

Bundeskanzler Kurz betonte: "Die EU wird erst vollständig sein, wenn alle Staaten des Westbalkans beigetreten sind." [EPA-EFE/JOHANNA GERON]

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz empfängt am Freitag die Staatschefs von Serbien, Kosovo, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Nordmazedonien sowie den EU-Sonderbeauftragten für den Belgrad-Pristina-Dialog zu einem Gipfeltreffen in Wien. Auf der To-Do-Liste stehen Diskussionen über die Rückführung von Migranten sowie die Aussichten der Balkanländer auf einen EU-Beitritt. 

Die Westbalkanstaaten seien dem „gemeinsamen Kampf gegen illegale Migration“ verpflichtet, sagte Kurz vor dem Gipfel in der österreichischen Hauptstadt.

Das Treffen mit den Führungspersönlichkeiten der Westbalkanländer kommt zu einem Zeitpunkt, an der Österreichs Innenministerium sich besorgt zeigt, dass infolge der Rücknahme der COVID-Reiseeinschränkungen auch die Migration in Richtung EU wieder zunehmen könnte. Minister Karl Nehammer hatte daher bereits im April eine Initiative gestartet, um mit den Regierungen des Westbalkans an „Rückführungsplänen für illegale Migranten“ zu arbeiten

“Wir haben einen umfassenden Rückführungsplan erarbeitet und unterstützen die Balkan-Staaten dabei, Rückführungen zu organisieren,” erklärte Nehammer gegenüber Vienna Online. Er behauptete weiter: „Ein Großteil der Menschen, die derzeit hier aufhältig sind, hat ohnehin kein Recht auf Asyl in Europa.“

Bundeskanzler Kurz betonte derweil, er wolle vor allem auch den EU-Beitritt der Westbalkanstaaten diskutieren. Die jeweiligen Regierungen hätten diesbezüglich seine und Österreichs „volle Unterstützung“.

Kurz betonte: „Die EU wird erst vollständig sein, wenn alle Staaten des Westbalkans beigetreten sind.“

Subscribe to our newsletters

Subscribe