Kurden-Miliz zieht zum Kampf gegen Türkei nach Afrin

Kurden protestieren gegen die türkische Militäroffensive in Afrin. [shutterstock]

Die Kämpfer der syrischen Kurden-Miliz YPG in Aleppo sind nach Angaben ihres Kommandeurs nach Afrin abgezogen, um bei der Abwehr des türkischen Vorstoßes zu helfen.

“Als Folge davon ist die Kontrolle über die östlichen Bezirke von Aleppo an das syrische Regime gegangen”, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung von Furat Chalil. Ein YPG-Sprecher hatte zuvor das syrische Militär aufgefordert, ebenfalls in Afrin in Stellung zu gehen. Die Regierung in Bagdad hat zwar verbündete Milizen entsendet, jedoch keine regulären Truppen. Dies hätte die Gefahr einer direkten Konfrontation mit der türkischen Armee erhöht.

Kaum noch Hoffnung auf Waffenruhe in Ost-Ghuta

Nach den erfolglosen Beratungen im UN-Sicherheitsrat über eine Waffenstillstands-Resolution hat das Auswärtige Amt Vorwürfe an Moskau gerichtet. Russland habe sich schützend vor das Assad-Regime gestellt.

Zwar hat Syriens Präsident Baschar al-Assad angekündigt, das ganze Land wieder unter die Kontrolle seiner Regierung bringen zu wollen. Diese hat allerdings bislang die kurdische Kontrolle unter anderem über Teile von Aleppo geduldet. Die Türkei geht seit Januar auf syrischem Boden gegen die YPG vor, die sie als verlängerten Arm der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK betrachtet. Sie war dabei ohne die Zustimmung der Regierung in Damaskus ins Nachbarland eingerückt.

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