Kroatischer Außenminister: Kroatien spürt Chinas starke Präsenz

Als Nachbarland des westlichen Balkans spürt Kroatien zweifellos die starke Präsenz und den Einfluss Chinas in der Region und kann darüber sprechen, sagte Außenminister Gordon Grlić Radman. [EPA-EFE / JOHANNA GERON]

„Wir können Chinas Präsenz nicht einfach verurteilen, wenn wir nicht genügend Stärke in unserem Angebot und eine stärkere Präsenz gezeigt haben“, sagte Außenminister Gordan Grlić Radman und fügte hinzu, dass Chinas wirtschaftlicher Einfluss auf dem westlichen Balkan stark sei – eine Region, die in letzter Zeit vernachlässigt wurde.

In der COVID-19-Pandemie sei China das erste Land gewesen, das mit der Lieferung von Gesichtsmasken begonnen habe, sagte er.

Als Nachbarland des westlichen Balkans spürt Kroatien zweifellos die starke Präsenz und den Einfluss Chinas in dieser Region und kann darüber sprechen. Das Wissen über die Art des chinesischen Einflusses auf dem westlichen Balkan und in anderen Teilen der Welt ist möglicherweise nicht ausreichend, fügte er hinzu.

Grlić Radman sagte auch, dass es viele Methoden gebe, die Weltordnung und die globale Sicherheit zu bedrohen, die nur auf Multilateralismus, Toleranz und Respekt beruhen könnten.

Die größten Bedrohungen seien Diktaturen, asymmetrische Bedrohungen, hybride Bedrohungen, fehlende Cybersicherheit und Cyberangriffe, sagte Grlić Radman in Halifax, wo er am Internationalen Sicherheitsforum teilnahm.

Als bedrohlich bezeichnete er Länder, „die auf die Errichtung einer neuen Ordnung oder eine geopolitische Neupositionierung setzen und die eine negative Agenda in Bezug auf Maßnahmen haben und Migrationen negativ steuern.“

In diesem Zusammenhang warnte er auch vor der Notwendigkeit eines stärkeren Engagements der NATO und der EU auf dem westlichen Balkan, wo sich die Lage destabilisierend entwickelt habe.

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