Nordmazedonien habe alle Bedingungen für die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen erfüllt, werde aber von gewissen EU-Staaten ständig „herumgeschubst“, kritisierte Kroatiens Präsident Zoran Milanović am Donnerstag.
Laut Milanović habe das Land „bis jetzt einen ziemlich hohen Preis bezahlt. Sie spielen ein vorbildliches Spiel nach allen Regeln; sie haben alle demokratischen Bedingungen erfüllt, die man sich vorstellen kann.“
Er verwies auch auf den Umgang mit der albanischen Minderheit in Nordmazedonien: „Es ist eine multinationale Gemeinschaft mit einer großen albanischen Community – und die Zusammenarbeit vor Ort ist vorbildlich.“
Der Präsident erinnerte weiter, dass die ehemalige jugoslawische Republik „den griechischen Forderungen nachgegeben und sogar ihrem Namen Mazedonien den Zusatz ‚Nord-‚ angefügt hat.“
Bulgarische Blockade
Kroatiens Staatsoberhaupt hatte sich bereits zuvor empört über die bulgarische Blockade der Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen mit Nordmazedonien gezeigt.
Derweil erklärte Angel Angelow, der bulgarische Botschafter in Skopje, gegenüber dem nordmazedonischen Außenminister Bujar Osmani gestern: „Bulgarien bleibt offen für einen direkten, pragmatischen Dialog mit Nordmazedonien, um das Vertrauen zwischen den beiden Ländern wiederherzustellen und die bilaterale Zusammenarbeit in allen Bereichen von gegenseitigem Interesse zu intensivieren.“
Die beiden Gesprächspartner begrüßten die gemeinsame Reise der Präsidenten Bulgariens und Nordmazedoniens, Rumen Radew und Stevo Pendarovski, nach Rom in der kommenden Woche. Dort wollen die beiden gemeinsam die Heiligen Kyrill und Method ehren.





