Kosovo-Armeeveteranen wegen Weitergabe von Geheiminformationen verurteilt

Zwei Veteranen der ehemaligen Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) wurden jeweils zu viereinhalb Jahren Gefängnis wegen der Weitergabe von geheimen Gerichtsinformationen verurteilt. Das befand die Kosovo-Spezialkammer in ihrem ersten Urteil seit ihrer Gründung im Jahr 2016. [EPA-EFE/VALDRIN XHEMA]

Zwei Veteranen der ehemaligen Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) wurden jeweils zu viereinhalb Jahren Gefängnis wegen der Weitergabe von geheimen Gerichtsinformationen verurteilt. Das befand die Kosovo-Spezialkammer in ihrem ersten Urteil seit ihrer Gründung im Jahr 2016.

Hysni Gucati und Nasim Haradinaj befinden sich in Haft, seit sie im September 2020 verhaftet wurden, nachdem eine Reihe von Akten, die auch Gerichtsunterlagen enthielten, von nicht identifizierten Personen in ihren Büros im Hauptquartier der UCK-Veteranenvereinigung in Pristina abgegeben wurden.

Die beiden Veteranen wurden angeklagt, weil sie angeblich in aufeinanderfolgenden Pressekonferenzen Informationen aus diesen Akten an Journalist:innen weitergegeben hatten.

Im März 2022 forderte die Staatsanwaltschaft sechs Jahre Haft für jeden von ihnen.

Gucati und Haradinaj wurden in Bezug auf die Rachevorwürfe der Staatsanwaltschaft für unschuldig befunden.

Während ihrer Verteidigung wiesen sie die Vorwürfe zurück und kritisierten das Sondergericht und die Staatsanwaltschaft dafür, ausschließlich gegen Albaner:innen zu ermitteln, obwohl die überwiegende Mehrheit der zwischen 1998 und 1999 im Kosovo begangenen Kriegsverbrechen von der völkermordenden serbischen Regierung begangen wurde.

In sechs Jahren hat das Gericht nur Gucati und Haradinaj verurteilen können, während vier ehemalige UCK-Hauptmänner derzeit wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verklagt werden.

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