Kosovarisches Außenministerium: Moskau will Einigung zwischen Belgrad und Pristina stören

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (r.) nimmt an einer Videokonferenz mit dem kosovarischen Premierminister Avdullah Hoti, dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Paris, am 10. Juli 2020. EPA-EFE/CHRISTOPHE ENA

Russland mischt sich „in böswilliger Absicht“ in der Balkan-Region ein und strebe bereits seit Beginn des Dialogs zwischen Belgrad und Pristina danach, eine Einigung zu verhindern, kritisierte das Außenministerium des Kosovo am Sonntag.

Grund für die jüngste Kritik ist ein Foto, das von der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gepostet worden war. In der Bildunterschrift heißt es: „Kosovo ist Serbien“. Aktuelle Versuche, die Normalisierung der Beziehungen zwischen Belgrad und Pristina zu beschleunigen, seien darüber hinaus „destruktiv“, fügte Sacharowa hinzu.

Es sei nicht das erste Mal, dass Russland versuche, sich einzumischen und den westlichen Einfluss in der Region zu schwächen, so ein Sprecher des kosovarischen Ministeriums auf Klan Kosovo TV.

Der Bau einer Basis für humanitäre Hilfe in der serbischen Stadt Niš, nahe der Grenze zum Kosovo, der Start eines von Russland finanzierten Zuges, der „gewaltsam“ in den Kosovo eingefahren war, die Orchestrierung mehrerer Zwischenfälle im Nordkosovo durch russische Vertreter, die bei der UNMIK angestellt sind, und diverse andere Aktionen zeigten demnach die Tendenz Russlands, den Versöhnungsprozess zu behindern und den Frieden in der Region zu stören, so das Außenministerium weiter.

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