Swetlana Tichanowskaja, die belarussische Oppositionelle, die derzeit im litauischen Exil lebt, hat die Regierung von Finnland aufgefordert, Führungsstärke zu zeigen und Gespräche „am runden Tisch“ zwischen der Regierung von Alexander Lukaschenko, der belarussischen Zivilgesellschaft und auch dem benachbarten Russland zu initiieren.
Ein solcher Drei-Parteien-Gipfel wäre ein wichtiger Schritt, um einen Ausweg aus der aktuellen Krise zu finden, erklärte sie am Wochenende.
Finnland sei „ein mächtiges Land“, dessen „Macht und Einfluss“ von vielen unterschätzt werde. Tatsächlich habe Helsinki „eine einzigartige Möglichkeit und Chance, uns bei der Suche nach einer Lösung zu helfen“, so Tichanowskaja im Interview mit dem finnischen Rundfunk (YLE) am Sonntag.
Einen ähnlichen Appell hatte die Oppositionelle bereits im März an die finnische Regierung gerichtet, als sie Helsinki besuchte und sich mit Präsident Sauli Niinistö, Ministerpräsidentin Sanna Marin und Außenminister Pekka Haavisto traf.
Jetzt, rund zwei Monate später, fordert sie die internationale Gemeinschaft und insbesondere Finnland erneut auf, bei der Lösung des politischen Konflikts in ihrem Land zu helfen und den Druck zu erhöhen.
Dabei mahnt sie möglichst schnelles Handeln an und erinnert: „Während Sie denken und warten, leidet unser Volk weiter im Gefängnis.“




