Kim in China: Nordkorea will abrüsten

Kim Jong Un auf Staatsbesuch bei Xi Jinping in China. [EPA-EFE/KCNA EDITORIAL USE ONLY]

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat bei einem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Peking eine atomare Abrüstung in Aussicht gestellt.

Kim habe bekräftigt, er sei zu einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump bereit, erklärte Chinas Außenministerium am gestrigen Mittwoch. Trump twitterte, Xi habe ihm von einem “guten Gespräch” berichtet. Die Chancen stünden jetzt gut, dass Kim das tun werde, was richtig für sein Volk und für die Menschheit sei. “In der Zwischenzeit, und unglücklicherweise, müssen die maximalen Sanktionen und der Druck um jeden Preis bestehen bleiben.”

Nordkorea sucht vor den geplanten Gipfeltreffen mit Südkorea und den USA den Schulterschluss mit China. Experten sind jedoch skeptisch, ob Kim tatsächlich Atomwaffen aufgeben will, deren Entwicklung schon sein Großvater, Staatsgründer Kim Il Sung, und sein Vater Kim Jong Il vorangetrieben haben – unter großen Entbehrungen des Volkes.

Nach zwei Tagen voller Spekulationen bestätigten beide Seiten Kims Visite, die von Sonntag bis Mittwoch gedauert habe. Der Besuch in China, das trotz seiner Kritik am Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas dessen engster Verbündeter ist, wird als Vorbereitung weiterer Gespräche gewertet. So ist für April ein Treffen Kims mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In anvisiert. Kims Begegnung mit Trump soll wohl im Mai stattfinden.

Nordkoreas Außenminister in Schweden

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho ist zu diplomatischen Gesprächen in Schweden eingetroffen. Es geht um weitere Entspannung im Atomkonflikt.

In einer Stellungnahme informierte Chinas Außenministerium über das Gespräch zwischen Kim und Xi. “Die Frage der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel kann geklärt werden, wenn Südkorea und die USA auf unsere Bemühungen mit gutem Willen antworten, eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität schaffen und zugleich fortschreitende und gleichzeitige Maßnahmen ergreifen, um den Frieden zu verwirklichen”, zitierte es Kim. “Es ist unsere bestehende Position, dass wir uns der Denuklearisierung der Halbinsel verpflichtet fühlen, und zwar in Übereinstimmung mit dem Willen des verstorbenen Präsidenten Kim Il Sung und des verstorbenen Generalsekretärs Kim Jong Il.”

Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA erwähnte die Formulierungen Kims  allerdings nicht. Das US-Präsidialamt teilte derweil mit, es sehe die Entwicklung als weiteren Beweis dafür, dass die US-Kampagne des maximalen Drucks eine angemessene Atmosphäre für einen Dialog mit Nordkorea schaffe.

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