„Keine gemeinsame Basis“ für Zypern-Gespräche

Die informellen Gespräche in Sachen Zypern sind vorerst gescheitert. [EPA-EFE/STAVROS IOANNIDES]

Bei dem inoffiziellen Fünfer-Treffen in Genf konnte keine gemeinsame Basis gefunden werden, um die Verhandlungen über die Zypernfrage wieder aufzunehmen. Das Treffen dauerte drei Tage und endete im Stillstand: die beteiligten Parteien hätten keinen gangbaren Mittelweg finden können, teilte die UN am Donnerstag mit.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres kündigte auf einer anschließenden Pressekonferenz an, die Vereinten Nationen würden wahrscheinlich in zwei bis drei Monaten ein weiteres Treffen organisieren – in der Hoffnung, die Verhandlungen dann wieder in Gang zu bringen.

„Die Wahrheit ist, dass wir am Ende unserer Bemühungen noch nicht genug Gemeinsamkeiten gefunden haben, um die Wiederaufnahme von formellen Verhandlungen zu ermöglichen,“ erklärte er.

Mit Blick auf Friedensgespräche und Lösungen scheinen die Standpunkte tatsächlich weiterhin unvereinbar: Die griechischen Zyprioten unterstützen die Idee eines föderalen Systems, wie es von der UNO vorgeschlagen wurde, während die türkischen Zyprioten ein Zwei-Staaten-Abkommen befürworten. Aus griechisch-zypriotischer Sicht verstößt der türkische Vorschlag einer Zweistaatenlösung jedoch gegen den von der UNO unterstützten Resolutionsplan. Eine solche Lösung werde unter keinen Umständen akzeptiert.

Seitens Griechenlands sei man zu dem Fünfer-Treffen mit dem Ziel gereist, „die Bedingungen zu schaffen, die einen Neustart der Verhandlungen innerhalb des vom UN-Sicherheitsrat ausdrücklich festgelegten Rahmens, nämlich einer bizonalen, bikommunalen Föderation, ermöglichen würden“, sagte der griechische Außenminister Nikos Dendias nach dem Scheitern der Gespräche.

Seiner Ansicht nach gebe es „nicht den Hauch einer Chance, dass die Türkei oder die türkisch-zypriotische Seite [mit dem Zweistaaten-Vorschlag] Erfolg haben könnten.“ Darauf habe auch der UN-Generalsekretär hingewiesen, so Dendias gegenüber der Presse in Genf.

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