Keine Bahnrad-EM in Belarus; Litauen möchte einspringen

"Litauen wäre mehr als glücklich, die Bahnrad-Europameisterschaft auszurichten," bestätigte Litauens Ministerpräsidentin Ingrida Šimonytė. [Shutterstock/Dmitry Yashkin]

Belarus ist offiziell die Bahnrad-Europameisterschaft entzogen worden, nachdem das Regime einen Ryanair-Passagierflug in Minsk „zwangsgelandet“ hatte, um einen regimekritischen Blogger zu verhaften. Nun hat die litauische Hauptstadt Vilnius angeboten, als Gastgeberin einzuspringen. 

„Litauen wäre mehr als glücklich, die Bahnrad-Europameisterschaft auszurichten,“ bestätigte Litauens Ministerpräsidentin Ingrida Šimonytė in einer Erklärung, nachdem die Europäische Radsportunion die Veranstaltung Minsk offiziell entzogen hatte.

„Wir haben alles, was die Sportlerinnen und Sportler sowie die Europäische Radsportunion brauchen: die Infrastruktur, die Erfahrung mit der Ausrichtung von Europameisterschaften und, nicht zuletzt, freundliche Fans des Radsports. Ich begrüße es, wenn sich die Europäische Radsportunion für Litauen entscheiden sollte. Wir werden unser Bestes tun, damit die EM ein Erfolg wird,“ fügte sie hinzu.

Anfang dieser Woche hatten die Teams aus Deutschland, Litauen und dem Vereinigten Königreich angekündigt, man werde an der Europameisterschaft nicht teilnehmen, wenn sie wie geplant in Belarus ausgetragen wird.

Anfang Januar war Belarus bereits ein weiteres großes Sportereignis, die Eishockey-Weltmeisterschaft der Männer, entzogen worden. Grund war damals das massive und brutale Vorgehen der Führung von Präsident Lukaschenko gegen die Massenproteste im Land.

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