Italien unterstützt NATO-Anträge Finnlands und Schwedens

"Der Beitrittsantrag zur NATO ist eine klare Antwort auf die russische Invasion in der Ukraine und die Bedrohung, die sie für den Frieden in Europa und unsere kollektive Sicherheit darstellt. Italien unterstützt die Entscheidung Finnlands ebenso wie den Antrag Schwedens von ganzem Herzen", sagte Draghi. [EPA-EFE/FILIPPO ATTILI/CHIGI PALACE PRESS OFFICE]

Italien befürwortet die NATO-Beitrittsanträge Finnlands und Schwedens und verspricht, Finnland während des Übergangszeitraums zu unterstützen, erklärte der italienische Ministerpräsident Mario Draghi nach einem Treffen mit seiner finnischen Amtskollegin Sanna Marin am Mittwoch im Palazzo Chigi.

Finnland und Schweden haben am Mittwoch (18. Mai) offiziell einen Antrag auf Beitritt zum NATO-Bündnis gestellt und damit einen Beitrittsprozess in Gang gesetzt, der voraussichtlich nur wenige Wochen dauern wird.

„Der Beitrittsantrag zur NATO ist eine klare Antwort auf die russische Invasion in der Ukraine und die Bedrohung, die sie für den Frieden in Europa und unsere kollektive Sicherheit darstellt. Italien unterstützt die Entscheidung Finnlands ebenso wie den Antrag Schwedens von ganzem Herzen“, sagte Draghi.

„Wie viele andere NATO- und EU-Länder werden wir uns daran beteiligen, die Sicherheit Finnlands in der für den Beitritt zum Bündnis erforderlichen Zeit zu gewährleisten“, fügte Draghi hinzu und erklärte, er beabsichtige, die internen Verfahren für den Beitritt zu beschleunigen.

Draghi forderte auch ein europäisches Verteidigungssystem, das die NATO ergänzen soll.

Unterdessen kündigte die EU-Kommission an, die Verteidigungskapazitäten der Union weiter stärken zu wollen.

In diesem Zusammenhang will sie über einen Zeitraum von zwei Jahren 500 Millionen Euro zu investieren, um Anreize für die Mitgliedstaaten zu schaffen, sich an der gemeinsamen Beschaffung von Verteidigungsgütern zu beteiligen, um die „dringendsten und kritischsten“ Lücken zu schließen.

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