Israel spendet Tschechien Impfstoffe im Tausch für diplomatische Unterstützung

Der tschechische Premierminister Andrej Babis erhält eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Pfizer-BioNTech. [EPA-EFE/MARTIN DIVISEK]

Die Tschechische Republik erhielt am Dienstag (23. Februar) 5.000 Impfstoffdosen des Moderna-Vakzins als Spende aus Israel – einen Tag nachdem die tschechische Regierung beschlossen hatte, ihr neues diplomatisches Büro in Jerusalem zu eröffnen. 

„Es wurde beschlossen, die medizinischen Teams der Palästinensischen Autonomiebehörde und einige der Länder, die Israel kontaktiert haben, mit einer symbolischen Menge an Impfstoffen zu unterstützen“, hieß es in einer Erklärung der israelischen Regierung.

Israelische Medien berichteten, dass neben der Tschechischen Republik auch Honduras und Guatemala eine begrenzte Anzahl von Impfstoffen erhalten haben.

Während Honduras in Kürze seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen will, hat Guatemala dies bereits im letzten Jahr getan.

Nun scheint es, dass alle drei Länder mit jeweils 5.000 Impfungen „belohnt“ wurden. Weitere Länder wurden in den Medienberichten bisher nicht genannt.

Der tschechische Außenminister Tomáš Petříček (S&D) bestätigte, dass die Tschechische Republik die Spende Israels erhalten hat.

Petříček betonte jedoch, dass die Einrichtung einer diplomatischen Vertretung in Jerusalem keine Auswirkungen auf die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen Tschechiens zu den palästinensischen Behörden haben werde.

Die tschechische Botschaft wird jedoch in Tel Aviv bleiben. 

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