In Türkei inhaftierter Menschenrechtler ruft Merkel auf Plan

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Freilassung des in der Türkei inhaftierten Menschenrechtlers Peter Steudtner und seiner Kollegen gefordert.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Verhaftung absolut ungerechtfertigt ist“, sagte Merkel am Dienstag bei einem Besuch im Bundesleistungszentrum Kienbaum in Grünheide. „Wir erklären uns mit ihm und den anderen Verhafteten solidarisch“, betonte Merkel. „Und wir werden seitens der Bundesregierung alles tun, auf allen Ebenen, um seine Freilassung zu erwirken.“

Dies sei leider ein weiterer Fall, in dem „unbescholtene Menschen“ in der Türkei in die Mühlen der Justiz und damit auch in Haft gekommen seien, so Merkel. „Deshalb ist das ein Grund zu allergrößter Sorge. Und werden wir alles in unseren Mitteln Stehende tun, um diesen Menschen und in diesem Falle Peter Steudtner zu helfen“, erklärte die Kanzlerin.

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Mit Massenkundgebungen, einer Gedenkveranstaltung und martialischen Worten des Präsidenten hat die türkische Führung die Niederschlagung des Putschversuchs vor einem Jahr gefeiert.

Steudtner war zusammen mit anderen Menschenrechtsaktivisten vor einigen Tagen auf einem Menschenrechtsseminar in der Türkei verhaftet worden. Jetzt wurde seine Untersuchungshaft bestätigt.

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Die Bundesregierung wird im Verfahren um den inhaftierten Türkei-Korrespondenten Deniz Yücel vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Stellung beziehen.

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