Hotels für Urlauber: Bulgarien braucht neue Unterkünfte für 30.000 Ukrainer

Ukrainer:innen haben in den ersten zwei Monaten seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine in Hotels an der Schwarzmeerküste Zuflucht gefunden. Von den 102.000 Flüchtlingen, die in Bulgarien registriert wurden, wurden fast 60.000 in Hotels in Badeorten untergebracht. Der Staat gewährt den Hoteliers einen Zuschuss von 20 Euro pro Tag für jeden Flüchtling. Bulgarien soll genug Geld von der EU erhalten, um diese Kosten zu erstatten. [Shutterstock/Attila Fedyk]

Von den fast 60.000 ukrainischen Flüchtlingen, die bis Ende Mai die Hotels an der bulgarischen Schwarzmeerküste verlassen müssen, können bisher nur 33.000 eine Unterkunft bekommen, weil sich die Hoteliers auf die Sommersaison vorbereiten.

Ukrainer:innen haben in den ersten zwei Monaten seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine in Hotels an der Schwarzmeerküste Zuflucht gefunden. Von den 102.000 Flüchtlingen, die in Bulgarien registriert wurden, wurden fast 60.000 in Hotels in Badeorten untergebracht. Der Staat gewährt den Hoteliers einen Zuschuss von 20 Euro pro Tag für jeden Flüchtling. Bulgarien soll genug Geld von der EU erhalten, um diese Kosten zu erstatten.

Es werde jedoch schwierig sein, alle ukrainischen Flüchtlinge in Bulgarien über den Sommer eine Unterkunft anzubieten, da bisher nur 33.000 Plätze in geeigneten Gebäuden im Besitz von staatlichen und lokalen Behörden gesichert seien, wenn die Flüchtlinge die Hotels verlassen müssen, erklärte die Leiterin der staatlichen Agentur für Flüchtlinge, Mariana Tosheva.

Einige Ukrainer:innen werden bleiben, um in bulgarischen Badeorten zu arbeiten, aber für die große Mehrheit von ihnen muss eine alternative Unterkunft besorgt werden.

Die Regierung hofft, genügend Unterkünfte in Ferienorte in den Bergen zu finden, die in den Sommermonaten nicht allzu viele Touristen beherbergen dürften.

Wenn nicht alle Flüchtlinge dort untergebracht werden können, „besteht die schlechteste Ausweichmöglichkeit darin, Sportanlagen und temporäre Aufnahmezentren mit zusätzlichen Betten zu nutzen“, sagte Tosheva. Bulgarien möchte vermeiden, dass ukrainische Flüchtlinge in Zelten und Lieferwagen untergebracht werden.

Aber wegen eines kürzlichen Hackerangriffs musste die staatliche Agentur für Flüchtlinge ohne Server oder E-Mail arbeiten und konnte in den letzten zwei Wochen keine Zahlungen für Hotels leisten. Die Übermittlung der Krankenversicherungsdaten der Ukrainer:innen an das Gesundheitsministerium hat sich dadurch verzögert.

Der Ministerrat erörtert die Idee, dass alle Ukrainer:innen, die einen vorübergehenden Schutzstatus erhalten haben, für drei Monate eine Krankenversicherung erhalten sollen.

Danach haben die Flüchtlinge das Recht, sich selbst zu versichern, damit sie weiterhin Zugang zum Gesundheitssystem haben. Für Kinder und ältere Menschen wird der Staat die Kosten für die Krankenversicherung bis zum Ende des vorübergehenden Schutzes weiter tragen.

Ukrainer:innen, die eine Arbeit gefunden haben, erhalten zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Miete. Der Staat arbeitet daran, die Bedingungen für den Bau von Kinderheimen zu erleichtern, von denen sowohl ukrainische als auch bulgarische Kinder profitieren können.

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