Heiko Maas warnt die USA vor Irankrieg

Der deutsche Außenminister sprach sich erneut für das Atomabkommen mit dem Iran aus. EPA-EFE/CLEMENS BILAN

Der Außenminister will eine militärische Eskalation im Iran verhindern. Er sprach mit seinem Amtskollegen Mike Pompeo aus den USA über die Spannungen.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die USA vor einem Krieg mit dem Iran gewarnt. Bei einem Treffen mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo habe er am Montag deutlich gemacht, dass man angesichts der Spannungen in der Region besorgt sei und nicht wolle, dass es zu einer militärischen Eskalation komme, sagte der SPD-Politiker.

Aus deutscher Sicht sei das Nuklearabkommen mit dem Iran die Grundlage dafür, dass der Iran keine Nuklearwaffen entwickle. Die Europäer würden deswegen an dem Abkommen festhalten.

Die Frage, was Pompeo zu der Reise nach Brüssel bewegt haben könnte, ließ Maas nach dem Gespräch am Rande eines EU-Außenministertreffens in Brüssel unbeantwortet. Er erklärte lediglich, dass es angesichts der Situation in der Region gut sei, dass Pompeo das Gespräch mit seinen europäischen Kollegen suche. Als konkretes Beispiel nannte er auch Berichte über angebliche Sabotageakte gegen Handelsschiffe im Golf von Oman.

Hintergrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ist der Versuch der USA, die Regierung in Teheran zu einem politischen Kurswechsel zu bewegen. US-Präsident Donald Trump ist deswegen bereits vor einem Jahr das Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Außerdem ließ er wieder Wirtschaftssanktionen einführen. Die Europäer verurteilen diesen Schritt, weil mit dem Abkommen der Bau einer iranischer Atombombe verhindert werden soll.

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