Gesundheitsministerium prüft Verzicht auf Video-App TikTok

US-Präsident Donald Trump will TikTok verbieten. Folgt nun das deutsche Gesundheitsministerium? [HAYOUNG JEON/EPA]

Das Bundesgesundheitsministerium erwägt einen Verzicht auf die Nutzung der umstrittenen chinesischen Video-App TikTok.

“Wir prüfen derzeit umfassend, ob wir TikTok weiter nutzen”, sagte eine Sprecherin des Ministeriums der “Wirtschaftswoche” laut Bericht vom Donnerstag. Dem Magazin zufolge ist das Gesundheitsministerium das einzige Ressort der Regierung, das die besonders bei jungen Menschen populäre App für eigene Beiträge nutzt. Danach hat es dort fast 60.000 Follower.

Auch die Landesregierung in Saarbrücken beobachte, wie das Unternehmen berechtigte Kritik an Sicherheit und Datenschutz aufgreife, berichtete das Magazin: “Dies wird auch Einfluss auf die weitere Nutzung der Plattform haben”, sagte demnach eine Sprecherin der Staatskanzlei. Bei TikTok werden immer wieder Bedenken wegen der Sicherheit von Daten geäußert.

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Besonders in den USA steht TikTok in der Kritik, da Politiker in der App eine Gefahr für die nationale Sicherheit und ein chinesisches Spionageinstrument vermuten. Präsident Donald Trump will sie verbieten. Derzeit läuft eine Frist bis zum 15. September, um die US-Aktivitäten von TikTok an den Software-Riesen Microsoft zu verkaufen. Gelingt der Verkauf nicht, droht das Verbot.

TikTok selbst weist die Kritik zurück und will mit verschärften Regeln die Verbreitung von Fehlinformationen im eigenen Netzwerk bekämpfen. Dies solle auch mit Blick auf die US-Präsidentenwahl im Herbst geschehen, hatte die Tochter des chinesischen Konzerns Bytedance erklärt.

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